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Geliebte Helden

Terry Fox Run – davon haben die meisten Leute gehört. Es gibt ihn in sechzig Ländern. Terry Fox war ein Kanadier und wird hier als Held gefeiert. Bis heute wurde in seinem Namen 700 Millionen Dollar für die Krebsforschung gesammelt.

Man amputierte sein rechtes Bein, nachdem er mit Knochenkrebs diagnostiziert wurde. Das Leiden anderer Krebskranke im Spital und die fehlenden Gelder für Forschung und Hilfe inspirierte Terry zu einem Sprint durch Kanada. Dabei hoffte er, dass die 24 Millionen Kanadier je einen Dollar spenden würden. Sein Ziel war es, mit seiner Prothese täglich 42km zu rennen. Er startete am 12. April 1980 in St. Johns, Neufundland, wo er eine Flasche mit Wasser aus dem Atlantik füllte und gedachte, dieses in den Pazifik zu gießen. Er wollte die 6817 Kilometern bis nach Victoria, British Columbia zu Fuß bewältigten. Mit einem gesunden Körper und zwei Beinen scheint das an Wahnsinn zu grenzen, habe ich doch diese Strecke oft zurückgelegt. Selbst mit einem Dieselmotor und 18 Rädern kam mir diese Reise immer als Unendlich vor. Leider hat der Krebs Terry nach 5373km eingeholt und seine Lungen attackiert, weshalb er seinen Marathon der Hoffnung in Thunder Bay, Ontario abbrechen musste. Zehn Monate später, im Alter von 22 Jahren, starb er. Trotzdem hat er in meinen Augen den Kampf gegen den Krebs nicht verloren, sondern gewonnen. Er hat die ganze Welt inspiriert und berührt, bis heute. Ich habe viel über ihn gelesen, wobei mir oft die Tränen kamen, so bewegend ist seine Geschichte. Seit seinem Tod sind Straßen, Schulen, Gebäuden, und sogar ein Schiff und ein Berg nach ihm benannt worden, und er hat viele Auszeichnungen und Monumente erhalten. Nun frage ich mich: Welch inspirierende Helden gibt es in der Schweiz? Unser lieber Wilhelm Tell natürlich, und Roger Federer. Dabei interessieren mich all die Titel, Turniere und Preise, die er gewonnen hat, weniger, sondern, was er für die Menschen getan hat: Die Gründung einer Stiftung für Kinder in Südafrika und wie er den Opfern des Tsunamis in 2004 half. Dann kommt mir noch Jean Ziegler in den Sinn. Er hat zu viele Titeln und Errungenschaften, um sie alle in dieser Kolumne zu erwähnen, aber im Internet nachlesen lohnt sich. Der für mich faszinierendste Titel, den er trägt, ist „Globalisierungskritiker“. Er setzt sich hauptsächlich für Menschenrechte ein, doch wegen seiner Kritik an der Schweizer Politik, Wirtschaft und dem Finanzwesen wird er oft als Landesverräter angegriffen. Er mag nicht das perfekte Ebenbild eines Helden sein, aber ich bewundere ihn für seinen Mut, das Kind beim Namen zu nennen und kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Jeder Mensch ist ein Held auf seine ganz eigene Art und Weise.

#TerryFox #RogerFederer #JeanZiegler #Globalisierungskritike #Tsunamiopfer2004 #Krebs #Knochenkrebs

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