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Delikatessen hier und dort

Ich muss zugeben, dass ich das Essen in der Schweiz vermisse. Am meisten den Käse. Klar kann man in Kanada Käse kaufen, aber die Auswahl ist begrenzt. Meistens kaufen die Leute den Cheddar Cheese, oder den Swiss Cheese - weißer Käse, der überhaupt nichts mit der Schweiz zu tun hat. Der Cheddar Cheese ist ein gelber Hartkäse, der mir viel zu bitter schmeckt. Ich vermisse den Frischkäse vom Laib und die riesige Auswahl, der Geruch von Käsereien. Man kann hier zwar importierten Käse von der Schweiz, Italien, Frankreich und Holland kaufen, aber die Auswahl ist begrenzt und die Produkte sind sündhaft teuer.

Dann möchte ich davon erzählen, wie die Kanadier ihre Pommes Frites essen. Ich traute meinen Augen kaum, als ich das zum ersten Mal sah. Als wäre diese Köstlichkeit nicht schon ungesund genug, machen die Kanadier sogenanntes Putin daraus. Dafür gießen sie eine Bratensauce – Gravy genannt – über die Pommes Frites und Reibkäse dazu.

Auch vermisse ich die riesigen Regale in den schweizer Läden, die nur der Schokolade gebühren. Hier gibt es auch schweizer bzw. europäische Schoggi – Lindor, Toblerone, Nestle - aber auch hier ist die Vielfalt karg.

Aber es gibt auch in Kanada viele Leckereien, die ich vorher nicht kannte. Funnel Cake – auf Deutsch Trichterkuchen oder Strauben – ist das leckerste Dessert, das mi je über die Zunge gekommen ist. Ein Gebäck der Amischen. Oder die Nanaimobars – kleine, weiche, dreiteilige Schokokekse mit einer festen Vanillefüllung dazwischen. Zum Dahinschmelzen! Ahornsirup, der an Honig erinnert. Butter Tarts sind Buttertörtchen mit einer Pegannus-Füllung. Und ganz speziell: Ketchup-Chips.

Ansonsten kann ich noch den Hamburger als nationale Delikatesse nennen, die es in jeder Ecke in allen Variationen gibt.

Auch möchte ich das strenge Alkohol-Gesetz in Ontario erwähnen. In Lebensmittelläden kann man kein Alkohol kaufen, nicht einmal Bier und Wein. Dafür muss man ein Spirituosengeschäft aufsuchen. Gekauftes darf man nur in einem undurchsichtigen Papiersack herumtragen. Auch ist es verboten, in der Öffentlichkeit zu trinken. Mit einem Bier in der Hand die Straße entlang zu schlendern oder sich ein Kühles auf der Parkbank zu genehmigen, liegt nicht drin. Nur auf der eigenen Veranda oder im Garten ist es erlaubt zu trinken, oder in lizensierten Bars und Restaurants. Bars dürfen nur Alkohol verkaufen, wenn sie gleichzeitig warme Mahlzeiten anpreisen.

Was vielen Kanadiern und Touristen als ein zu strenges Gesetz erscheint, finde ich als Nicht-Trinkerin irgendwie toll. Weniger Glasscherben auf der Straße, weniger Betrunkene, weniger Ausschweifungen, was aber leider nicht bedeutet, dass Alkoholismus hier kein Problem ist.

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