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Die ersten Rezensionen trudeln ein


Zur Zeit läuft eine Leserunde auf Lovelybooks zu meinem Fantasy-Roman "Die Legende von Oasis". Zwei Leser haben das Buch bereits beendet und beide haben es mit 5 Sternen bewertet. Ich freue mich riesig! Hierzu folgen die beiden Rezensionen (mit Genemigung der Verfasser zur Veröffentluchung)

ChrissiH schreibt:

Kurzmeinung**

Wow, einfach nur: Wow!

**Inhalt**

Brielle lebt mit ihrer Familie auf einem Schiff, das nahezu immer auf den Weltmeeren unterwegs ist. Doch immer nur darauf herum zu fahren, reicht ihr nicht. Wie gerne würde sie die Unterwasserwelten kennenlernen und die sagenumwobenen Meermenschen treffen.

Bei einer ihrer Strafarbeiten macht sie dann eine grausige Entdeckung: einen Gefangengen in einem erbärmlichen Zustand, der behauptet ihr ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen. Sie willigt ein und es passiert: nichts!

Alles Humbug!, denkt Brielle. Bis sie in einen Sturm gerät und über Bord geht.

**Meine Meinung**

Als ich das Buch beendet hatte, musste ich es erst einmal sacken lassen. Alles was ich bis dahin dachte, war: „Wow, das war… wow!“. Es ist selten, dass ich nach einem Buch derartig platt bin, das es mir förmlich die Sprache verschlägt, aber hier traf dies eindeutig zu.

Ich weiß gar nicht, was mich mehr begeistern konnte: Die Vielfalt, wie die Meere beschrieben wurden oder die bisher nie dagewesene Mischung aus Fantasy- und Wissenschaftsroman, aber der Reihe nach.

Die eigentliche Geschichte beginnt erst so richtig, nachdem Brielle über Bord gegangen ist und sie tatsächlich eine Fluke – also einen Fischunterleib – erhält. Mit dieser schwimmt sie durch die verschiedensten Königreiche des Ozeans, um dem Gefangenen zu helfen.

Die Reiche des Ozeans sind dabei genauso vielfältig, wie man sich das nur vorstellen kann. Sie reichen von bunten Korallenriffen, über die schwarze Tiefsee bishin zu den weißen Eismeeren. Sehr bildhaft stellt uns die Autorin diese verschiedenen Facetten der See dar und was mir dabei am besten gefiel: Sie unterlegte das ganze sogar wissenschaftlich. Anfangs tat ich mich etwas schwer, da hierbei auch Fachbegriffe genannt wurden, die mir aus normalen Romanen einfach nicht bekannt waren, aber mit der Zeit bekam ich ein Gefühl damit umzugehen. So kann ich nun die verschiedenen Wasserschichten voneinander unterscheiden und kenne Tierarten, die mir bis dato nahezu unbekannt waren. Nicht selten habe ich rein aus Neugierde einfach mal gegoogelt, wie Tiere, die genannt werden, in unserer Welt aussehen und wo sie so vorkommen. Das machte die Geschichte gleich noch viel realer und verwischte die Grenze zur sonstigen Fantasyhandlung. Es erschien alles unglaublich greifbar.

Hauptfigur der Handlung ist Brielle. Sie ist die Tochter der Göttin Este, die auf einem Rachefeldzug gegen ihren Bruder die Unterwasserreiche zerstören möchte.

Schon aufgrund dieser Position merkt man, dass Brielle in der Geschichte immer wieder hin und hergerissen ist- zwischen ihrem Traum und ihrer Familie. Dies wird auch sehr gut deutlich. Ich konnte mich sofort in sie hineinversetzen, in das trotzige und neugierige Mädchen. Neugierig aber vor allem auf die Welt, auf die Geheimnisse der Ozeane und alles, was man darin entdecken könnte. Trotz ihres sehr öden Alltags, bleibt sie ihren Träumen treu und lässt sich dabei auch von anderen nicht verbiegen. Als es dann aber später von Nöten ist, geht sie auch der Gefahr furchtlos entgegen und steht für die ein, die sie brauchen. Trotz allem kam sie aber nie wie ein Übermensch rüber (das nur angemerkt, weil es vielleicht nach der typischen Heldin klingt). Nein, sie hat durchaus auch mit Panik zu kämpfen und muss sich von Freunden aus brenzligen Situationen retten lassen.

Diese standen ihr zum Glück immer zur Seite und sorgten dabei auch mal für den einen oder anderen sehr witzigen Dialog. Denn Zweibeiner – oder wie sie hier heißen: Terraner – und Meermenschen haben keinesfalls gleiche Gewohnheiten. Sie leben, sprechen und kommunizieren einfach ganz anders, was mich schon zum Schmunzeln brachte.

In diesem Zusammenhang bildet das Buch aber auch einen Fingerzeig. Es macht deutlich, dass man sich eben nicht nur von Vorurteilen und Ängsten gegenüber anderen leiten lassen, sondern sich vielmehr selbst eine Meinung bilden sollte. Dass Tolerenz und Verständnis wertvolle Güter sind, die auch gegen Gewalt und Rache bestehen können und nicht zuletzt, dass Freundschaft und Zusammenhalt das Wichtigste sind.

Schon allein das, macht das Buch sehr lesenswert. Aber alles zusammen war es einfach phänomenal.

**Fazit**

Ein Wow-Effekt, der noch lange nachhallen wird. Ich habe bisher kaum ein Buch gelesen, dass Spannung, Fantasy und Wissenschaft in eine derartige Harmonie bringt. Die Geschichte nahm mich absolut gefangen und ließ mich nicht mehr los.

Annlu schreibt:

„Sie leben in einer Welt, in die wir nie gehen können, und wir leben ein Leben, das die Orkusianer niemals haben werden.“

In der Welt Oasis streiten sich die Göttergeschwister Este und Isea um die Vorherrschaft. Isea als König der Meere verliert Teile seines Reiches an die neu entstehenden Inseln und somit an Este, die die Wasserwesen hasst. In dieser Welt lebt Brielle, Tochter der Kapitäne eines Forschungsschiffs, die die Meermenschen, die Orkusianer, faszinierend findet. Immer neugierig erkundet sie das Schiff und findet einen Gefangenen, der behauptet ihr Onkel Isea zu sein. Er eröffnet ihr, dass ihre Mutter die Göttin Este ist. Nun soll Brielle in die unterseeische Stadt schwimmen und den Orkusianern vom Schicksal ihres Königs berichten. Dazu wandelt er sie in einen Meermenschen. Doch so einfach gestaltet sich ihre Aufgabe nicht.

Die Geschichte beginnt mit dem Prolog um Isea um dann zu Brielle zu wechseln. Die bildhafte Sprache des Prologs wechselt damit in eine Erzählung mit einigen Erklärungen zur Welt und zur aktuellen Situation von Brielle. Schon bald kommt aber wieder Spannung auf durch das Auftauchen von Isea. Er und Este sind schwer zu durchschauen, werfen das Bild von Gut und Böse immer wieder durcheinander und bringen damit Tiefe in die Geschichte. Brielle selbst scheint in dieser Hinsicht etwas naiv. Zu Beginn hatte ich sie daher sehr viel jünger eingeschätzt. Brielles Ausflug in die Welt der Orkusianer bringt einen Erzählstil mit sich, der Beschreibungen der Unterwasserwelt mit den spannenden Ereignissen abwechselt. Dadurch kommt es immer wieder zu Ruhephasen, die ein Bild der Fauna und Flora, aber auch der Geologie des Meeres zeichnen, das die Schönheit dieser Welt zeigt, dabei aber nicht in fantasievolle Abgründe abdriftet, sondern auf der realen Meereswelt basiert und einiges davon mit der Genauigkeit von Fachbegriffen erklärt. Gerade diese Abwechslung ließ die fantastischeren Elemente mehr hervorstechen, den Götterstreit einerseits und die neuen Erfahrungen Brielles andererseits, zu einem Abenteuer in einer faszinierenden Welt werden. Neben der Genauigkeit bei den Beschreibungen ist der Sprachstil auffallend. Bemüht um die Benutzung von Fachbegriffen, wo diese angebracht sind, ist die Sprache niveauvoll, ohne den Lesefluss zu bremsen oder konstruiert zu wirken. Auch dies hat zu meinem Lesevergnügen beigetragen. Der Beginn des Buches lässt noch ein typisches Abenteuer vermuten, die Geschichte bringt aber einige Überraschungen, sodass sie tiefgründiger war, als ich das erwartet hatte. So kam ich dazu, über den Sinn von Rache, Sieg und Niederlage im Krieg, Opferbereitschaft und was das Gute und das Böse in Personen ausmacht nachzudenken. Getreu diesem Erzählstil ist das Ende kein typisches happy end, sinnlose brutale Taten lassen eine Melancholie zurück, die dennoch Hoffnung in sich birgt.

Fazit: Obwohl die Geschichte in einer anderen Welt spielt, beschränken sich die fantastischen Elemente auf Existenz von Meermenschen und Göttern. Viele der anderen Wesen kommen auch in unserer Welt vor. Gerade das machte für mich den Charme des Buches aus. Neben der netten Geschichte konnte ich so einige Lebensräume und Lebewesen kennenlernen, wurde mit den passenden Fachbegriffen und Hintergrundwissen versorgt und wurde dabei noch bestens unterhalten.


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