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Im Land des Flüsterns - Geschichten aus dem Alltag in Nordkorea - von Barbara Demick


„Ich wünschte, die Regierung würde uns einfach in Ruhe lassen und uns unser Leben leben lassen.“ So denken viele Nord Koreaner.

„Es wird eine riesenmenge Geld für Atomwaffen ausgegeben, während die Menschen verhungern.“ Lee Myon-hee.

Das Buch „Flucht aus Lager 14“ hat mich so sehr beschäftigt, dass ich unbedingt mehr über Nord Korea erfahren musste. Dabei bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Barbara Demick erzählt von sechs Nord Koreanern, über ihre Familienhintergründe, die in diesem Land eine sehr große Rolle spielen. Wenn die Ahnen einen schlechten Ruf hatten, ein Verbrechen begangen haben oder vom südlichen Teil Koreas stammen etc., dann haben die nachfolgenden Generationen kaum eine Chance, beruflich und sozial aufzusteigen. Barbara Demick erzählt auch, wie diese sechs Menschen aufwuchsen, arbeiteten, wie sie die Hungersnot der 90er Jahre überlebt haben, wie sie über ihren Führer und die Regierung denken, und wie ihnen schließlich die Flucht gelang. Mehr möchte ich hierzu nicht erzählen, sondern einfach nur einige Dinge auflisten, die die Nord Koreaner nicht tun dürfen oder tun müssen: - Es ist verboten, Gemüse im Garten anzupflanzen (!!!!!).- Es ist verboten, von einer Stadt zur anderen zu reisen, auch, wenn man nur seine Familie besuchen will (!!!!!). Dazu braucht man eine Reiseerlaubnis. - Wenn jemand das Land verlässt, so wird er als Verräter abgestempelt und kann nie mehr zurück kehren, ansonsten landet man in einem Arbeitslager. Sämtliche Verwandten der Flüchtlinge werden eingesammelt und eingesperrt.- Die Menschen müssen ihren Kot sammeln und ihn abgeben, weil es keinen chemischen Dünger gibt (!!!!)- Es gibt keine Lebensmittelläden. Die Menschen kriegen nur an Essen, was der Staat ihnen austeilt und alles ist bis aufs letzte Gramm abgewägt. Als Bezahlung werden Gutscheine verwendet, welche sie von ihren Arbeitgebern als Lohn erhalten. - Shoppen wie wir das kennen, gibt es in Nord Korea nicht, weil das gegen die Ideale des Kommunismus verstösst. Die wenigen Läden, die es gibt, sindstaatlich und die Ware ist streng reguliert. So wird ausschliesslich nur Ware angeboten, die in Nord Korea hergestellt wurde. Das Problem hier ist aber, dass die Wirtschaft in NK völlig kaputt ist. Die meiste Zeit haben die Leute nicht einmal Strom. Und all die Verbote und Regulierungen des Staates sind der Grund, dass er der Wirtschaft so schlecht geht.- Selbst die Kleider werden vom Staat ausgeteilt: Zwei pro Jahr. Ein Set für den Sommer, eines für den Winter. Ein paar Schuhe pro Jahr.- Händehalten und Küssen in der Öffentlichkeit sind strengstens verboten. - Keine freie Meinungsäusserung. Ein negatives Wort über den Führer bzw. die Regierung zur falschen Person, kann Arbeitslager oder gar Exekution bedeuten. - Die Medien sind bis auf letzte Wort manipuliert. Alle nicht-koreanischen Medien finden keinen Eingang in dieses Land. Der Kommunsimus, die Regierung und das Leben in Nord Korea werden bis ins lächerlichste verschönigt, während der Rest der Welt ein einziger großer Feind ist, den es zu bombardieren gilt. Am liebsten mit Atomwaffen. - Jeder Haushalt in Nord Korea muss ein eingerahmtes Porträt vom Führer an der Wand hängen haben, irgendein anderes Bild oder Foto aufzuhängen, ist verboten. Jeden Morgen und jeden Abend müssen die Leute den Rahmen mit einem dafür vorgesehenen Tuch abstauben. Wehe dem, der es wagt, einen Lumpen zu benutzen, den er ebenfalls fürs Toiletten- oder Spülbeckenreinigen verwendet!Und so weiter geht das bis ins Unvorstellbare. Wenn du also vielleicht mal denkst, dass das Leben in deinem Land schwierig ist, dass die Gesetze zu streng sind, dass die Regierung unfähig und korrupt ist, dann sei froh, dass du nicht in einem kommunistischen Land lebst und keinem größenwahnsinnigen Diktator folgen musst.

„Die Leute sind nicht dumm. Jeder ist der Meinung, dass unsere Regierung die Schuld an unserer schrecklichen Situation trägt. Und wir alle wissen, dass alle so denken, aber wir brauchen nicht darüber zu reden.“ So ein Mienenarbeiter.


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