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WÖRTER SPIELEN KLÄNGE, SÄTZE HABEN RHYTHMEN, TEXTE KLINGEN WIE HARMONIEN, DIE SPRACHE IST MUSIK

Wie unsere Ohren bei Misstönen in der Musik registrieren, so bemerken wir auch beim lesen, ob der Rhythmus eines Textes stimmt oder nicht. Deshalb ist es wichtig, das Geschriebene bein Überarbeiten laut zu lesen. Das ist die beste Methode, um Füllwörter, unpassenden Wörtern, zu langen oder zu kurzen Sätzen, die den Lesefluss hemmen, auf die Schliche zu kommen. Wörter haben also nicht nur eine Bedeutung, sondern auch einen Laut bzw. Klangwert. Diese Aspekte machen den eigenen Schreibstil aus.

Die Vokalen a, o, u, rufen eine ruhige, finstere Stimmung hervor, wobei die hellen Vokale dagegen heiter sind und erregen. Diese Methode benutze ich oft beim Namen-erfinden in meinen Fantasy-Romanen. Das Geheimnis von schön klingenden Namen sind viele Vokale – Elexandale, Kiathira, Najuri, Brielle, Lettey (Namen mit vielen hellen Vokalen). Der Name des Bösewichts in meinem Buch „Die Chroniken von Elexandale“ ist Tochor, die beiden O’s geben dem Namen eine düstere Charakteristik. Liese hierfür die Romane von Tolkien. Er hatte ein unglaubliches Talent, klangvolle Namen zu erfinden. Seine Bösewichte heissen Morgoth und Sauron, O’s und U’s, die dunklen Vokalen.

Wenn ein bestimmtes Wort nicht so richtig in den Satz zu passen scheint, dann versuche, diese mit Synonymen zu ersetzen.

Was auch immer eine starke Wirkung hat, ist, Wörter in einem Satz aneinander zu reihen, die mit denselben Buchstaben anfangen, z.B. die geläufigen Wendungen ‚Mann und Maus’, ‚Kind und Kegel’, ‚Glanz und Gloria’ oder der Name eines Kapitels in „Die Chroniken von Elexandale": ‚Feuer und Freiheit’.


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