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Walter Moers - Der Schrecksenmeister


„Jetzt im Angebot: Wirkungsreduzierte Schrecksenflüche, Weissagungen ohne Erfüllungsgarantie. Im dezenten Jutebeutel: Placebo-Warzensalbe.“

Das Krätzchen (nicht zu verwechseln mit Katze, den dieses Exemplar spricht) Echo hat ihre Meisterin verloren und sieht sich einem Leben auf der Strasse gegebenüber. Der Schrecksenmeister Eispin rettet Echo vor dem Hungertod un

d macht ihm hierbei ein schreckliches Angebot: Er bietet ihm an, ihn für einen Monat lang mit den köstlichsten Delikatessen zu mästen, wenn er ihn dann beim nächsten vollen Mond schlachten kann. Denn er braucht des Krätzchens Fett für ein geheimnisvolles, alchemistisches Rezept. Echo, dem Hungertod nah, willigt ein, sicher, dass er sich irgendwie aus dem Vertrag würde herauswinden können.

So bringt Eispin Echo auf sein gruseliges Schloss, wo er sich mit Krätzchenschmaus verwöhnen läßt, dabei immer dicker wird und mit jedem Tag verzweifelter versucht, dem eisernen Griff des Schrecksenmeisters und seines Schlosses zu entkommen.

Es sollte ein Walter Moers-Lexikon geben. Dieser Schriftsteller hat einen unerschöpflichen Vorrat an selbst erfundenen Wörtern und Begriffen, was dieses Buch so frisch, so lustig, so andersartig macht. Er geht gerne ins Detail, besonders, was die Beschreibung von Essen betrifft. Klingt langweilig, denkst du jetzt vielleicht, nicht aber bei Walter Moers. Da wünscht man sich glatt, selbst das Krätzchen zu sein und Eispins Gast zu sein.

Das Buch bleibt zudem frisch mit vielen schwarz-weiss Bildern und dann und wann anderen Schriftarten- und größen, um wichtige Aspekte aus den Texten vorzuheben. Besonders faszinierend finde ich den Charakter von Eispin. Man fürchtet und hasst ihn, manchmal bemitleidet man ihn und glaubt, dass er vielleicht doch noch einen Funken Gutes in sich hat und dem Krätzchen Gnade zeigt.

Das Buch ist so fantasievoll wie fantasievoll nur sein kann, ich würde ihn mit Terry Pratchett vergleichen – humorvoll, andersartig, etwas noch nie dagewesenes. Mit Walters Moers Bücher wird es einem nie langweilig. Ich habe das Buch in nur 3 Tagen gelesen, so sehr war mir der liebenswerte Echo ans Herz gewachsen und ich mußte einfach so schnell wie möglich herausfinden, wie er überleben wird.

Hierzu kann ich auch „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers sehr empfehlen.


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