Kiathira Kaischas Tochter

 

 

 

Alter: 18 Jahre alt

 

Abstammung: Quellianmanea

 

Haare: Langes Haar bis zu den Hüften, dunkelbraun, leicht gewellt

 

Gesichtszüge: schmales, längliches Gesicht, Stupsnase, dunkelbraune Augen,

volle Lippen, hohe Wangenknochen

 

Statur: ca. 1.65 m groß, schlank, geschmeidig, katzenartig

 

 

Kleidung: Verlumpte graue Hosen. Ein Poncho bzw. ein Stück Tuch mit einem Schlitz in der Mitte, durch den der Kopf gesteckt wird, wobei es wie ein Mantel auf den Schultern liegt. Bekommt sie als Geschenk von Pandru, so wie die Tasche, den Mantel und die Feldflasche.

 

Waffen: Der Speer Perius, Pfeil und Bogen.

 

Gesten: Sie streicht sich oft das Haar nach hinten, weil sie ihr immer wieder ins Gesicht fallen. Diese Geste vollführt sie vor allem, wenn sie nervös, aufgeregt ist oder angestrengt nachdenkt.

 

Sprechweise: Neutral, manchmal etwas kindlich.

 

Neigungen: Sie liebt jedes Tier, ob klein oder groß, mit Flügeln oder Flossen, vier Beinen oder zwei Beinen. Selbst das kleinste Insekt ist ihr teuer. Deshalb isst sie Fleisch nur sehr widerwillig, nur, wenn es bedeutet, dem Hungertod zu entkommen. Sie liebt Thaleîn.

Kiathira symbolisiert Treue, Entwicklung, Vertrauen und der Beginn von Tochors Ende.

 

Schwächen: Zu Beginn der Reise ist sie etwas sarkastisch und kindisch, sie zweifelt oft an sich selbst, ist unruhig und nervös. Sie hat große Angst vor den Requeben.

Sie ist eifersüchtig auf Najuri, weil sie mehr und mehr die Führerrolle übernimmt.

Sie ist melancholisch, manchal pessimistisch, ungeduldig.

 

Stärken: Sie ist die Hoffnung, der Halt, das starke Glied der Gemeinschaft. Sie versucht stets, ihre Ängste zu überwinden. Sie klettert sehr gut, ist eine gute Sprinterin. Als Kämpferin ist sie sehr gefährlich. Sie lernt sehr schnell.

 

Träume und Hoffnungen: Sie sehnt sich nach Freiheit. Doch selbst, nachdem sie aus dem Lager ausgebrochen ist, muss sie feststellen, dass sie niemals wirklich frei sein kann, solange Tochor über Elexandale herrscht.

Obwohl ihr klar ist, dass Pandru nicht mehr zu retten ist, hofft ihr Herz, dass er mit Hilfe der Zauberer wieder ein Mensch werden kann. Sie wünscht sich, dass die sieben Völker nach Elexandale zurückkehren, dass das Sklavendasein für die Menschen ein Ende nimmt, damit sie erfahren kann, wie die Welt früher war. Das sind ihre zwei wichtigsten Beweggründe für die Reise.

Sie wünscht sich, dass Thaleîn ihre Liebe erwiedert und dass sie zusammen ein ruhiges Leben in Achalens Wald leben können.

 

Geistige Entwicklung: Sie legt nach und nach ihren Zynismus nieder, wird ruhiger, fast etwas melancholisch. Die Angst gegenüber den Requeben wandelt sich in Rachelust. Sie entwickelt sich vom Teenager zu einer jungen Erwachsenen.

 

Ängste: Ihr Versagen als Treue Hand und somit das Scheitern der Gemeinschaft. Dass Thaleîn sie für immer verlässt und ihn nie mehr wieder sieht. Dass Tochor sämtliche Tierarten von Elexandale ausrottet.

 

Das tut sie gerne: Mit Tieren sprechen, kämpfen, nachdenken, Erebus und Thaleîn betrachten ;-) Reiten.

 

Das tut sie nicht gerne: Erebus aus ihren Händen geben, Tiere essen.

 

Das bringt sie zum lachen: Aîen und Erio. Die Tiere, das Frei-sein. Der Gedanke daran, dass die Völker nach Elexandale zurückkehren werden.

 

Das bringt sie zum weinen: Thaleîns Abweisung und Pandrus Tod. Die Grausamkeiten, die Aîen erfahren musste. Die Tiere, die an den Stränden in den Fluten sterben. Allgemein das Leiden der Tiere. Tochors Grausamkeiten.

 

Schlüsselrolle: Sie ist die treue Hand von Aros, sie symbolisiert die Entstehung der Gemeinschaft und der Beginn der Reise. In ihr setzen ihre Freunde Vertrauen und Hoffnung.

 

Familienhintergründe: Pandru ist nicht ihr Großvater, da er ein Jechura ist. Sie nennt ihn nur so, weil sie sich sehr nahe stehen. Ihre Mutter Kaischa starb kurz nach der Geburt aus Verzweiflung und Trauer, weil sie überzeugt war, dass die Requeben ihr Kind töten würden, weil es schwach und kränklich war. Aus einem Akt der Wut stürzte sich Kiathiras Vater Lazius auf die Requeben, die das Mädchen begutachteten, um zu entscheiden, ob es kräftig genug war, um eines Tages ein tüchtiger Sklave zu sein oder ob es als Delikatesse besser geeignet war. Die Requben töteten Lazius. Kiathira wuchs bei ihrer Tante, Kaischas Schwester Naischa auf. Sie starb unter den Bürden der Arbeit und Folter, als Kiathira acht Jahre alt war. Sie wurde in einer anderen Hütte untergebracht, wo sie Pandru kennenlernte. Er brachte ihr das Lesen und Schreiben bei. Er war einer der wenigen Menschen, der noch als freier Mann in Elexandale gelebt hat. In ihm brennt noch immer ein Feuer, von dem sich Kiathira anstecken lässt. Nur dank Pandru wird sie nicht wie all die anderen Menschen zu einem willenlosen Sklaven. Sie bewahrt ihren Charakter, ihre Persönlichkeit, sie nährt ihr inneres Feuer mit Träumen und Wünschen von Freiheit und Abenteuer. Aus Liebe und Zuneigung zu Pandru nennt sie ihn Großvater.

 

Erfahrung, die sie am meisten geprägt hat: Dass Pandru ihr so plötzlich entrissen wurde, dass er sich für sie geopfert hat. Was Tochor aus ihm gemacht hat, entfacht in ihr einen unzubändigenden Zorn, treibt sie immer an, lässt sie niemals aufgeben, um sich an Tochor zu rächen. Die Erfahrung von Freundschaft durch ihre Gefährten, die sie so als Sklavin nie erfahren hat. Und dass sie die Instinkte von Tieren hat.

 

Wie sie auf andere Menschen wirkt: „Kiathira – die ewig jung gebliebene“, „Kiathira – das Mädchen in der Frau“. Die Menschen lieben und verehren sie.

 

Wie sie andere Menschen behandelt:

 

Erinnerungen an die Vergangenheit: Das Leben im Lager von Skelta. Wie Pandru ihr das Schreiben und Lesen beigebracht hat. Als er ihr Erebus zum ersten Mal gezeigt hat. Die Nacht, in der sie aus dem Lager ausbrach, Pandru geschnappt wurde und sie ihn zum letzten Mal gesehen hat. Wie er ihr dann als Ingot erschien und sie töten wollte. Wie er in den Massen aus Panikmenschen unterging und starb. Wie sie und ihre Seelenverwandten einst Menschenfleisch gegessen hatten, um zu überleben. Die Mutanten in Achalens Wald.

 

Gedanken an die Zukunft: Sie wünscht sich ein Leben mit Thaleîn in Achalens Wald. Frei zu sein von Tochors vielseitigen Ketten.

 

 

Sie steht in enger Beziehung zu: Thaleîn und Erebus. Ferner Aîen und Erio.

 

Vita: Kiathiras Mutter Kaischa, eine Sklavin im Lager von Skelta, war während ihrer Geburt gestorben und ihr Vater kurz danach von Requeben erschlagen worden. So wuchs sie bei ihrer Tante Naischa auf, doch das Leben der Menschen in Tochors Lagern ist nicht von langer dauer und auch sie starb, von den Strapazen erschlagen, als Kiathira acht Jahre alt war. So blieb ihr niemand mehr von ihrer Familie, aber dann lernte sie Pandru kennen, ein Mensch aus der alten Zeit, von dem sie viel lernt, wie lesen und schreiben. So tief ist die Zuneigung zu dem alten Mann, dass sie ihn Großvater nennt.

Eines Tages offenbart Pandru ihr ein Geheimnis, das er seit vielen Jahren unter dem Fußboden wohl behütet hat: Er ist in Besitz von Erebus, das leere Buch, von Aros dem Zauberer geschrieben. Erebus kennt den Weg nach An-Raneb und all die Tücken, die Tochors Elexandale bereit hält. Erebus ist die einzige Hoffnung der Menschen auf Aros‘ Befreiung und somit auf ihre eigene Freiheit.

Von Aros als die Treue Hand auserwählt, schenkt Pandru Kiathira das leere Buch, welches ihr dabei hilft, aus dem Lager auszubrechen und die lange Reise nach An-Raneb zu beginnen. Auf ihrer Reise findet sie sechs treue Gefährten, von denen jeder einzelne besondere Gaben besitzt.

Kiathira entwickelt eine tiefe Zuneigung für Thaleîn, aber dieser weist sie ab. Diesen Schmerz trägt sie bis zum Ende mit sich, nur, um Thaleîn im Kampf gegen Tochor entgültig zu verlieren.

In der Hoffnung, über den Verlust von Pandru und Thaleîn hinwegzukommen, verlässt Kiathira nach dem Kampf gegen Tochor die Gemeinschaft und zieht alleine durch Achalens Wald.

Und dort macht sie jene Entdeckung, auf die Thaleîn dreissig Jahre lang, seit dem Ende des großen Krieges, gehofft hatte.

Dazu mehr in der Fortsetzung „Die Chroniken von Elexandale - Die Rückkehr“

 

 

Erio Echors Sohn

 

 

Alter: ca. 30 Jahre alt

 

Abstammung: Haero

 

Haare: Schwarzes, leicht gewelltes Haar bis auf die Schultern

 

Gesichtszüge: Hart und rau, von Wind und Wetter geprägt. Kleine Narben ziehen 

sich durch sein Gesicht. Große schwarze Augen, so schwarz wie sein Haar.

 

Statur: groß gewachsen, ca. 1, 80 m, breitschultrig, muskulös. Grobe, raue Hände.

 

Kleidung: Verblichene Hose. Über das gesteppte braune Gambeson hat er ein 

Kettenhemd gelegt, das so leicht wie ein Gewand aus Federn ist. Ein schlichter 

Umhang in sattem Grün, dasvon einer bronzenen Fibel zusammen gehalten wird.

 

 

Waffen: Seine liebste Waffe ist das Schwert Hanaptra. Es hat einen kunstvollen Griff aus Holz, die lange Schwertscheide hat sich Erio um die Hüfte geschnallt. Eine zweite, viel kleinere Scheide hängt an demselben Gurt, worin ein Messer steckt. Am Rücken trägt er einen Köcher, aus dem ein Bogen und Pfeile ragen. Ebenso kämpft er mit dem Schwert Sareina aus Anarien und Nerkan, eines der zehn metallenen Elemente. Sareina schenkt er später Najuri.

 

Gesten: Er streicht sich mit der rechten Hand über das Gesicht, wenn er erschöpft ist. Sein Blick verliert sich in der Ferne, wenn er nachdenkt oder vergangenen Dingen nachsinnt.

 

Angewohnheiten: Jeden Abend reinigt er sein Schwert Hanaptra und spricht leise zu ihr.

 

Sprechweise: Edel

 

Schwächen: Er kann seine Gefühle nicht zeigen. Er kann seine Freunde zwar immer wieder aufheitern und ihnen Mut und Zuversicht zu sprechen, er selbst aber gibt nicht viel von seinem Innenleben preis.

 

Stärken: Seine Augen reichen viel weiter als die seiner Freunde, er kann hinter die Horizonte blicken. Er ist ruhig und bedacht, mutig und tapfer, optimistisch, und er ist jederzeit bereit, sein Leben für die Gemeinschaft zu opfern. Von allen ist er der schnellste, stärkste und ausdauernste Kämpfer.

 

Neigungen: Er liebt Steine, Erze, Metalle, Waffen und das Geschichtenerzählen.

Erio symbolisiert Mut, Stärke, Optimismus und Durchhaltevermögen.

 

Träume und Hoffnungen: Aros wiederzusehen. Schon als Junge ist es immer sein Wunsch gewesen, wie ein echter Haero zu leben, unter echten Haeros.

 

Geistige Entwicklung: Von seinen Freunden lernt er, seine Gefühle preiszugeben und sie in Worte zu fassen. Denn unter der harten Schale ist er ein sehr sensibler, feinfühliger Mensch.

 

 

Ängste: Dass Aros längst tot ist.

 

Das tut er gerne: Geschichten erzählen, die Weisheiten von Aros weitergeben. Kämpfen und philosophieren. Anderen Menschen helfen. Sein Schwert Hanaptra pflegen. Er liebt die Berge und das Gestein.

 

Das tut er nicht gerne: Requeben verschonen HaHaHa! Tatenlos herumsitzen, warten, viel reden anstatt zu handeln.

 

Das bringt ihn zum lachen: Seyan, den er als eigenen Sohn betrachtet. Der Anblick von Bergen. Wertvolle Steine. Sein Schwert Hanaptra, das ihm wie ein Freund ist, sein zweites Ich.

 

Das bringt ihn zum weinen: Dass Aros ihn zurückgelassen hat und nicht wieder zu ihm zurückgekommen ist. Was Tochor aus Anarien und An-Raneb gemacht hat.

 

Schlüsselrolle: Erio weiss vieles von Aros, Dinge, welche seine Freunde nicht wissen und dieses Wissen gibt er weiter. Er ist so etwas wie ein Nachkomme der alten Zeit. Seine Freunde sehen in ihm ein Vorbild als Krieger.

 

Familienhintergründe: Erios Vater Echor ist der legendäre Krieger, der Tochor herausgefordert hat. Echor aber ist gescheitert und zu Ormog geworden, Tochors rechte Hand, eine neue Mutantenart. Aros hat Erio groß gezogen.

 

Erfahrung, die ihn am meisten geprägt hat: Aros war ihm wie ein Vater gewesen. Als dieser ihn verliess, war er plötzlich mutterseelen alleine und auf sich selbst gestellt. Er musste die Verantwortung für sich selbst übernehmen, überleben in der vergifteten Welt von Tochor. Das hat ihn stark, zäh und unnachgiebig gemacht.

Die Begegnung mit seinem mutierten Vater und dessen Tod.

 

Wie er andere Menschen behandelt: Er lehrt die Menschen gerne das, was er weiss und kann. Er hilft jenen, die ihm um Hilfe bitten. Seyan behandelt er wie einen eigenen Sohn.

 

Erinnerungen der Vergangenheit: Er denkt oft an seinen Vater Echor, was hätte sein können und was aus ihm stattdessen geworden ist. Sein Zorn auf Tochor für das, was er Pandru und Echor angetan hat, ist nach all dieser Zeit noch immer nicht verraucht und nebst all den vielen anderen offensichtlichen Gründen, treibt ihn auch das Verlangen nach Rache an Tochor an.

 

Gedanken an die Zukunft: Er wünscht sich, als richtiger Haero zu leben und daran denkt er oft, wenn er auch – trotz seiner optimistischen Persönlichkeit - an diesem Wunschtraum oft verzagt, weil er sieht, wie mächtig Tochor ist.

 

Er steht in enger Beziehung zu: Seyan, der ihm wie ein Sohn ist, und Kiathira.

 

Vita: Erio ist der Sohn von Echor, ein vergessener Held, der durch seine mutige Tat eine Legende schuff, welche kein Sklave in Tochors Lagern sich erzählt. Echor war der einzige Mensch, der sich jemals Tochor für einen Zweikampf gegenüber gestellt hat. Dabei ließ er sein Leben in der Zeit des großen Krieges.

Zu geschwächt von Verletzungen und den Strapazen der Flucht vor den Requeben, starb Erios Mutter bei seiner Geburt. Seine Großmutter nahm sich seiner an, doch auch sie blieb nicht von den jagenden Requeben verschont. Durch einen Zufall fand der Zauberer Aros die beiden, konnte aber nur Erio vor dem Ingrimm der Requeben retten. Aros hat sich seiner angenommen, ihn groß gezogen und ihn vieles gelehrt. Er hat ihm beigebracht, wie ein Haero zu kämpfen, lehrte ihm Tochors Sprache und unterrichtete ihn in Geschichte und Völkerkunde.

Nach dem Ende des Krieges mussten Aros und Erio mitansehen, wie die Menschen vom Angesicht der Welt verschwanden. So zogen sie jahrelang durch Elexandale, das immer mehr unter Tochors Einfluss litt. So kam es, dass Aros es eines Tages nicht mehr mitansehen konnte und Erio verliess, um wie Echor einst Tochor von Angesicht zu Angesicht zu bekämpfen.

Doch Aros ist niemals zurückgekehrt, denn auch er ist nun ein Gefangener Tochors. Mit Kiathira und Erebus hat Erio nach vielen Jahren wieder eine Lebensaufgabe gefunden. Eine Lebensaufgabe, welche die Bestimmung eines Haeros mit sich bringt – zu retten und zu beschützen.

Erio ist Kiathiras erster Gefährte und auf dem beschwerlichen Weg nach An-Raneb ist er derjenige, der die Gemeinschaft mit einem eisernen Willen und einem unerschütterlichen Optimismus führt, sie zusammenhält und Mut in seinen Freunden weckt.

 

 

 Thaleîn Thalefs Sohn

 

 

Alter: 802 Jahre alt

 

Abstammung: Ahora

 

Haare: Leichtes, dünnes Haar, schwarzbraun bis zu den Schultern.

 

Gesichtszüge: Schmales Gesicht, hohe Wangenknochen, zarte Haut,

smaragdgrüne Augen.

 

Statur: Groß gewachsen, ca. 1, 90 m groß. Dünn, aber dennoch muskulös,

athletisch gebaut.

 

Waffe: Stock (ca. 1,50 m lang) aus dem Holz von Aros’ Baum gefertigt, Pfeil und Bogen, welche er später Lettey schenkt.

 

Neigungen: Thaleîn liebt jeden Baum. Sein Hobby ist das Holzschnitzen. Er fertigt kleine, kunstvolle Figuren.

Thaleîn symbolisiert Ruhe, Bescheidenheit, Überlegtheit, Weisheit und die Standhaftigkeit eines Baumes.

 

Gesten: Er kann für eine lange Zeit so regungslos dastehen, als wäre er ein Baum. Sein Gesicht ist oft gestenlos wegen der Verwandtschaft mit den Bäumen.

 

Angewohnheiten: Er pflegt mit Bäumen ausführliche Gespräche. Sein Stock ist ihm nie perfekt genug. Immer wieder schleift und schnitzt er abends am Lagerfeuer daran herum.

 

Sprechweise: Altertümlich, langsam und gedehnt.

 

Schwächen: Leidet ein Baum, so leidet er auch. Weil er so alt ist, braucht er für viele Dinge länger. Zum Beispiel, um sich von psychischen und physischen Schmerzen zu erholen. Er ist im Allgemeinen ein gemächlicher Typ, d. h. seine Bewegungen; bis er auf etwas Antwort gibt; sein Sprech-Tempo, seine Schritte etc.

 

Stärken: Er ist ein sehr guter Zuhörer. So gemächlich sein Wesen auch ist, ein umso schnellerer Kämpfer ist er. Seines Alters wegen ist er sehr weise und bedacht, erfahren und klug.

 

 

Neigungen: Manchmal, wenn er über etwas angestrengt nachdenkt, verfällt er in einen baumartigen Zustand – er steht ganz still, es ist sehr schwer, ihn aus diesem Zustand aufzuwecken, weil er nicht hört, nicht sieht, nicht spricht.

 

Träume und Hoffnungen: Er möchte die Wälder von Elexandale retten, sie mit Hilfe von Aros heilen. Und er möchte wieder unter seinen Völkern leben können. Er hofft, noch welche in Achalen zu finden - Ahoras, die so tief in dem Wald wohnen, dass sie von Tochors Übeltaten verschont geblieben sind. Zudem hofft er, den Rest seiner Familie in diesem Wald zu finden.

 

Geistige Entwicklung: Er überwindet die Angst vor Achalen. Erst wird er schwächer wegen dem Anfall der kranken Bäume, doch in Attanis wird er wieder geheilt.

Am Ende entschliesst er sich, sich mit Kiathira zu binden. Lieber ist ihm eine kurze, aber wundervolle Zeit mit Kiathira, als ein langes Ahoraleben ohne sie.

 

Ängste: Dass er das Versprechen an die Bäume – sie zu heilen - nicht erfüllen kann. Es gibt für ihn nichts Schlimmeres als ein zersägter Baum, ein kahl geschlagener Wald. Der für ihn frühe Tod von Kiathira.

 

Das tut er gerne: Schnitzereien, seinen Stock perfektionieren, sich mit Bäumen unterhalten. Einfach nur da stehen und ihn die Ferne blicken, einfach „Baum-sein“.

 

Das tut er nicht gerne: Er mag keinen Stress und keine Eile. Als ein Baummensch ist ihm so etwas fremd.

 

Das bringt ihn zum lachen: Bäume, deren Blätter im Wind rauschen, hin und her wiegende Baumwipfel. Schnitzereien machen ihn glücklich, das Wiedersehen mit seinem alten Freund Lettey, Kiathiras Nähe.

 

Das bringt ihn zum weinen: Das erneute Liebes-Dilemma mit Kiathira. Kranke, tote Bäume, von den Requeben niedergebrannte Wälder. Dass Kiathira viel früher sterben wird als er.

 

Typisch: Er ist ein Perfektionist.

 

Schlüsselrolle: Er ist neben Lettey ein Mensch der früheren Welt. Daher weiss er sehr viel von früher, er ergänzt Erios Erzählungen, klärt auf. Thaleîn weiss des öfteren einen weisen Rat. Er ist nach Lettey der älteste der Gemeinschaft und daher haben seine Freunde grossen Respekt vor ihm und sein Urteil ist stets gefragt.

 

Familienhintergründe: Seine Eltern zogen in den Krieg und starben. Der Verbleib seiner restlichen Familie und seines Volkes ist ihm nicht bekannt. Sein Verstand sagt ihm, dass sie alle im Krieg gestorben sind oder später von Tochors Krankheiten in Achalens Wald heimgesucht worden waren, doch tief in seinem Herzen hofft er, dass sie noch leben.

 

Erfahrungen, die ihn am meisten geprägt hat: Die Krankheit Kar. Die Berührung mit dem Licht des Lebens und dass er von Kiathira und Erio gerettet worden war. Seitdem fühlt er sich ihnen mit seinem Leben für Kiathiras Gemeinschaft verpflichtet. Der abgeschlachtete Wald der Requeben, was ihn für eine Weile total aus der Bahn wirft, und dennoch ist das eine Chance für ihn, noch stärker zu werden, stark zu werden wie ein Baum.

 

Wie er auf andere Menschen wirkt: Mystisch, mysteriös, ruhig, auch etwas grimmig und verschlossen.

 

Wie er andere Menschen behandelt:

 

Erinnerungen der Vergangenheit: Eliel, seine Familie, wie Kia und Erio ihm mit dem Licht des Lebens das Leben gerettet haben. Die schrecklichen Erinnerungen an die gerodeten Wälder die er auf der Reise nach An-Raneb sah. Wie Elexandale einst war, bevor Tochor die Welt verpestete. Die guten, alten Zeiten mit seinem Freund Lettey.

 

Gedanken an die Zunkunft: Er macht sich Sorgen über Kiathiras und seine Zukunft. Schon jetzt fängt er an, sich mit ihrem Tod abzufinden, denn ein paar Jahrzehnte sind für einen Ahora wie ein paar Jahre, gar Monate. Er möchte Kinder mit ihr haben, um so ihr Andenken waren zu können.

 

Er steht in enger Beziehung zu: Kiathira, Lettey

 

Thaleîn und Letteys erste Begegnung: Lettey rettete Thaleîn vor dem Ertrinken. Wie ist es dazu gekommen? Thaleîns Trauer um Eliel war zu gross gewesen, als dass er hatte in Elexandale bleiben wollen. Er wollte von dem Chaos fliehen, welches das Äon des Zerfalls mit sich brachte, wollte Elexandale hinter sich lassen und irgendwo – wo genau, wusste er nicht und es spielte ihm keine Rolle – ein neues Leben beginnen. So heuerte er auf einem Leondri-Schiff an. Doch da die Meere während des Äons des Zerfalls verrückt spielten, geriet das Schiff in einen Sturm. Er wurde über Bord gespült. Die Leondris konnten ihn nicht zurück an Bord retten. So kam es, dass Lettey ihn vor dem Ertrinken rettete. Er brachte ihn den weiten Weg durchs Meer zurück nach Elexandale. Sie wurden Freunde – der Orkus und der Ahora, eine sehr aussergewöhnliche Freundschaft. Für eine Weile blieb Thaleîn an der Küste von Perley, wo er Lettey jeden Tag traf. Doch irgendwann musste Lettey weiter fort schwimmen, um seine Dienste als König auszuführen und daher entschied sich Thaleîn, zurück in die Wälder von Elexandale zu gehen. Lettey hat ihm den Lebensmut zurückgegeben.

 

Vita: Von Kar befallen und im Sterben liegend, finden Kiathira und Erio Thaleîn in den Prärien von Skelta. Kar ist eine von Tochor geschaffene Krankheit, die einen Menschen blind, taub und stumm macht und sämtliche Glieder lähmt, den Kranken dazu verdammend, zu verhungern und verdunsten, wenn ihn nicht vorher der Wahnsinn in den Tod treibt.

Doch von Aros als dritter Gefährte auserwählt, bringen ihm Erio und Kiathria das Licht des Lebens, das von dem Zauberer vor vielen Jahren geschaffen wurden, um Thaleîn eines Tages vor dieser Krankheit zu heilen.

Thaleîn erwacht zum neuen Leben und enthüllt sich als achthundertundzwei Jahre alter Ahora, ein Mensch der alten Zeit, von dem Grossen Krieg und den Arbeitslagern verschont geblieben. Weil sie ihn vor dem Tod gerettet hat, verschreibt er sich Kiathiras kleiner Gemeinschaft mit selbstloser Ergebenheit und Opferbereitschaft.

Kiathira verliebt sich in ihn und gesteht ihm dies, doch er weist sie ab, noch immer von der Erinnerung an seine vergangene Liebe Eliel geplagt. Eliel war wie Kiathira eine Quellianmanea gewesen und im hohen Alter gestorben. Nun fürchtet sich Thaleîn davor, noch einmal miterleben zu müssen, wie eine Liebe altert und stirbt. Seines Vaters Mahnung, dass sich Ahoras niemals mit den Menschen anderer Völkern vermählen sollen, weil sie einem kurzweiligen Leben erliegen, hat sich seit Eliels Tod in sein Gedächtnis gebrannt.

Auf der Reise nach An-Raneb muss Thaleîn viel erdulden, denn Tochors Hass gilt ganz besonders den Bäumen. Abgerodete und brennende Wälder, verstümmelte Bäume, holzhackende Requeben, und als Ahora teilt er das Leid der Bäume, was ihn während der Reise schwächt.

Dann aber schliesst sich sein alter Freund Lettey der Gemeinschaft an, der ihm vor vielen Jahren das Leben gerettet hat und ihm neuen Lebensmut in einer Zeit der Verzweiflung und Einsamkeit zurückgab.

Zwei Mal war ihm das Leben gerettet worden, aber kann er ein drittes Mal geretettet werden? Vor einem Tod, der ihm Tochor zu bringen gedenkt?

 

Seyan Reyans Sohn

 

 

Alter: 10 Jahre alt

 

Abstammung: Jechura

 

Haare: Volles, pechschwarzes, wild gelocktes Haar, das ihm bis in den Nacken

reicht.

 

Gesichtszüge: Die glänzende, reine Haut eines Kindes, rundliches Gesicht.

Silberne Augen wie die Sterne.

 

Statur: Zierlich und zerbrechlich, aber dennoch selbstsicher und aufrecht.

 

Kleidung: Anfangs trägt er nur eine kurze, zerrissene Hose, nackter

Oberkörper. Später kleidet er sich mit ihm zu weiten Hemden und

Umhängen von seinen  Freunden ein. Da er immerzu in der Wüste gelebt hat,

hat er nicht viele Kleider.

 

Waffe: Erios Messer und Steinschleuder, Stichwaffe aus Steinbockknochen

 

Angewohnheiten: Sein Blick ist oft in den Himmel gerichtet, zu den Sternen.

 

Sprechweise: Wie ein Kind eben spricht.

 

Neigungen: Er liebt es, die Sterne und Planeten und ihre Konstellationen zu studieren. Er liebt die Sonne und den Mond ganz besonders.

Seyan symbolisiert Fröhlichkeit, kindliche Naivität, Schutz und Wissen.

 

Schwächen: Als Kind hat er oft Angst vor vielen Dingen, z.B. die Requeben und die Kämpfe mit ihnen, ein lautes Gewitter oder ein Untier. Zudem weigert er sich oft, schlechte Nachrichten aus den Sternen zu lesen.

Weil er in Einsamkeit aufgewachsen ist, ist er egoistisch und er muss das Teilen erst noch lernen. Er weiß nicht, was Freundschaft wirklich bedeutet. Vieles muss er noch lernen. Wegen seiner Einsamkeit als Kind hat er nie richtig gelernt, zu spielen, herum zu toben, ein Kind zu sein. Er ist daher manchal zu erwachsen. Erwachsener und Kind geraten manchmal in einen Konflikt.

 

Stärken: Für sein Alter ist er sehr reif und erwachsen. Er kann viele Dinge dank seiner Begabung vorhersagen. Seyan ist immer begierig darauf, mehr zu lernen, ist neugierig. Er ist der Sonnenschein für seine Freunde, das Kind hat eine heitere Wirkung auf sie.

 

Träume und Hoffnungen: Er hofft, seinen Vater wieder zu sehen. Hofft darauf, dass er noch am leben ist, vielleicht als ein Gefangener Tochors, den er befreien kann. Wie seine Freunde wünscht auch er sich, mit seinem eigenen Volk zusammen zu leben, mit den Jechuras in Essane oder Anarien.

 

Geistige Entwicklung: Er lernt, seine kindlichen Ängste zu überwinden. Am Ende, nachdem alles vorbei ist, lebt er zum ersten Mal das Kind in sich aus. Er wird also nicht erwachsen, weil er das mehr oder weniger bereits war, sondern wird endlich zum Kind, um das nachzuholen, was er versäumt hat. So spielt er jeden Tag den ganzen Tag mit den Kindern in Nandureen und dadurch vergisst er zeitweilen die schrecklichen Erlebnisse der Vergangenheit.

 

Ängste: Dass sein Vater tot ist. Dass Tochor nicht nur Elexandale zerstört, sondern auch irgendwann die Werke der Jechuras, also die Sterne, die Planeten, der Mond, der ganze Himmel. Manche Prophezeiungen der Sterne.

 

Das tut er gerne: In die Sterne schauen bis er einschläft. Thaleîn beim Schnitzen zuschauen.

 

Das tut er nicht gerne: Gegen die Requeben kämpfen, seinen Freunden schlechte Neuigkeiten aus dem Reich der Sterne mitteilen.

 

Das bringt ihm zum Lachen: Der Mondaufgang und die ersten Sterne am Abendhimmel. Auch wenn das Kind in ihm nie richtig ausgelebt wurde, gibt es doch kleine Dinge, die sein Herz erfreuen. So zum Beispiel kleine Tiere, Flüsse, in denen er plantschen kann, im Wind tanzende Blätter etc.

 

Das bringt ihn zum weinen: Der Gedanke, dass sein Vater tot ist. Dass Tochor die Werke der Jechuras in Essane zerstört hat.

 

Schlüsselrolle: Er ist der Schützling der Gefährten und gleichzeitig ist er ihr Lichtbringer.

Familienhintergründe: Sein Vater Reyan hat ihn zurückgelassen, um Tochor herauszufordern, doch er ist nicht zurückgekehrt. Seine Mutter litt an einer Krankheit von Tochor, die sie so sehr geschwächt hat, dass sie bei seiner Geburt gestorben ist.

 

Erfahrung, die ihn am meisten geprägt hat: Die ganze Reise prägt ihn, weil er zum ersten Mal in seinem Leben erfährt, was Freunde sind, er lernt zu teilen, zu kämpfen, er sieht endlich die Welt von Elexandale.

 

Wie er andere Menschen behandelt: Manchmal ist er etwas überheblich und frech, was aus der Mixtur aus Kind und Erwachsener resultiert. Erio ist sein Vater, sein Mentor.

 

Erinnerungen an die Vergangenheit: Die Erinnerungen an seinen Vater schwinden allmählich und das stört ihn. Der Tag, an dem sein Vater ihn verließ. Die Einsamkeit. Er erinnert sich oft an damals, als Tochor seine Oase zerstört hat, als er mit Kia, Erio und Thaleîn Anarien bezwang. Der Schrecken von Tochors Anblick. Die Illusion seines Vaters in An-Raneb. Noch immer verspürt er den Durst nach Rache, sich an Tochor für dessen Tod zu rächen.

 

Gedanken an die Zukunft: Er möchte ein Meister-jechura werden und in Essane leben, aber auch ab und zu nach Anarien reisen, um von den Jechuras in den Bergen zu lernen.

 

 

Er steht in enger Beziehung zu: Erio, der ihm ein Vater ist.

 

Vita: "Seyan, der Junge ohne Kindheit", "Seyan, der Erwachsene im Kind."

Er ist lange nach dem Krieg geboren worden, in der freien Welt. Seine Mutter ist bei seiner Geburt gestorben, geschwächt von einer Krankheit Tochors, welche ihr den Hungertod brachte. So streifte er mit seinem Vater Reyan durch Elexandale, bis sie eines Tages Zuflucht in einer Oase in Essane fanden. Dort lebten sie für viele Jahre, bis sich sein Vater eines Tages entschied, loszuziehen, um sich an Tochor für den Tod seiner Frau zu rächen. Seinen Sohn ließ er in der Obhut der Oase zurück, mit dem Versprechen, wiederzukehren.

Aber nach vielen Jahren des vergeblichen Wartens, hat Seyan die Hoffnung auf seine Rückkehr aufgegeben. In Einsamkeit wächst er auf, völlig auf sich allein gestellt, mit niemandem zum reden oder zum spielen. So ist ihm von Tochor die Kindheit geraubt worden und in dem Drang zu überleben, musste er erwachsen werden, lange bevor er reif dafür war.

Der erste Menschen, den er nach seinem Vater zu sehen bekam, war Aros der Zauberer, der auf seiner Reise nach An-Raneb in der Oase Halt machte. In den Sternen ließ er dem Jungen eine Prophezeihung zurück – die Ankunft von Kiathira, Erio und Thaleîn.

So schließt er sich ihnen als vierter Gefährte an und in Erio findet er einen Ersatzvater.

Seyan enthüllt sich als ein Jechura, ein Sterndeuter, der sich davor fürchtet, die Zuknunft der Gefährtschaft weiszusagen. Denn welchen Bewegrund würde die Gemeinschaft haben und welchen Sinn ihr Leben, wenn die Sterne prophezeiten, dass sie scheitern würden?

 

Najuri Naharas Tochter

 

 

Alter: 22 Jahre alt

 

Abstammung: Ferioe

 

Haare: Blondes, schwungvoll gelocktes Haar, das willkürlich in alle

Richtungen steht und ihr bis auf die Schultern reicht.

 

Gesichtszüge: Kleine spitze Nase, Mäuschen-Gesicht, kindlich.

 

Statur: Klein gewachsen, ca. 1, 60 m. Zierlich und dünn.

 

Kleidung: Zerfetzte, dreckige Lumpen.

 

Waffen: Axt, Pfeil und Bogen, Schwert

Sareina.

 

Angewohnheiten: Zappelnde Beine wenn sie sitzt. Sie hat Mühe, sich still zu halten. Muss immer was in den Händen halten und damit spielen.

 

Sprechweise: Keck

 

Neigungen: Najuri liebt Wege und Pfade, die Winde und vorallem der Horizont, weil er ihr nicht Preis gibt, was dahinter liegt. So ist sie immer darauf aus, Horizonte zu erreichen, um zu sehen, was es dort zu sehen gibt und sogleich wieder auf den nächsten Horizont zu marschieren.

Najuri symbolisiert Freiheit, Unnachgiebigkeit, Ausdauer und Zielstrebigkeit.

 

Stärken: Ihre Beine sind unermüdlich. Wenn ihre Freunde die totale Erschöpfung erreicht haben, ist sie noch längst nicht müde. Als Ferioe hat sie die Gabe, den richtigen Weg zu erfühlen.

Ein immerwährendes Feuer brennt in ihr. Sie ist voller Motivation und lässt sich durch nichts von ihrem Ziel abbringen. Sie ist sehr zielstrebig. Mit der Zeit merkt sie, was für Kräfte in ihr stecken und so ersetzt sie all ihre Ängste durch Mut und Furchtlosigkeit.

 

Schwächen: Sie ist anfangs sehr ängstlich und vergesslich, was auf die schrecklichen Erfahrungen mit den Panikmenschen zurück zu führen ist. Sie ist verschlossen, hat Mühe, in Worte zu fassen, was sie denkt und fühlt. Sie ist nervös, lässt sich schnell aus der Ruhe bringen. Sie ist rastlos, kann sich nur schwer entspannen und schläft wenig. Weil sie mit der Zeit alle Ängste verbannt, wird sie leichtsinnig, zu stürmisch, sie überstürzt die Dinge gerne, handelt, bevor sie denkt.

Anfangs hasst sie sich selbst.

 

Träume und Hoffnungen: Sie wünscht sich, ihre Erinnerungen wieder zu erlangen. Dass sie weiss, woher sie kommt und warum, was mit ihrer Familie passier ist, ob sie noch lebt. Als sie sich in Attanis an diese Dinge erinnert, interessiert sie nichts anderes mehr als ihre Mutter zu finden und sie zu retten. Doch diese Hoffnung wird ihr genommen. Danach sinnt sie nur noch nach Rache an Tochor.

Sie sehnt sich nach Erios Zuneigung.

 

Ängste: Najuri ist von allen die furchtloseste, denn sie hat nichts zu verlieren. In Nandureen hat sie keine andere Emotion als Angst empfunden und davon hat sie die Nase voll. Bis nach Attanis ist sie vor allem von der Angst erfüllt, dass sie sich niemals an ihre Vergangenheit erinnern wird. Doch nach dem Tod ihrer Mutter, da sie sich an alles erinnert hat und ein Teil ihres Lebens abgeschlossen ist und etwas Neues beginnt, ist ihr jegliches Gefühl von Angst unbekannt. Sobald Naharas Asche dem Wasser übergeben ist, kennt Najuri keine Angst mehr.

Nur das Angesicht Tochors kann ihr noch das Fürchten lehren.

Anfangs fürchtet sie sich vor dem Schlafen, weil sie dann immer Albträume von den Panikmenschen hat.

 

Geistige Entwicklung: Ihre Ängste, die sie sich in Nandureen angeeignet hat und anfangs mit sich herum schleppt, legt sie nach und nach nieder. Sie verändert sich völlig, wird von dem ängstlichen Kind zu einer unberechenbaren Frau. Was sie zu Beginn ihrer Reise zuviel an Angst hatte, verspürt sie mit der Zeit kaum noch, was sie leichtsinnig macht. Sie wird selbstbewusster, gar frech und sie wird zu der treibenden Kraft der Gemeinschaft. Sie ist der Ansporn, dass ihre Freunde immerzu weiterlaufen. Sie wird von ihren Freunden für ihre Kraft und Ausdauer und ihrer neu gewonnenen Furchtlosigkeit bewundert.

 

Das tut sie gerne: Wandern, laufen, sprinten, neue Wege erkunden. Sie ist abenteuerlustig.

 

Das tut sie nicht gerne: Ruhen und Rasten. Sinnlos an einem Ort verweilen. Allgemein hasst sie Tätigkeiten, die für sie keinen Sinn ergeben. Selbst das Schlafen ist für sie eher Pflicht als Bedarf, doch das ist die Natur der Ferioes.

 

Das bringt sie zum Lachen: Aîen und Erio haben einen starken, positiven Einfluss auf sie. Sie liebt Winde, Böen und gar Stürme. So lange sie einfach nur laufen kann, so lange sie ein Ziel vor Augen hat, ist sie zufrieden.

 

Das bringt sie zum Weinen: Der Tod ihrer Mutter und der Hass auf Aîen, weil er sie nicht vor dem Tod bewahrt hat. Dennoch weiss sie tief in ihrem Herzen, dass es nicht Aîens Schuld ist. Dadurch entsteht in ihr ein innerer Konflikt, doch wahre Freunde verzeihen sich irgendwann.

Da sie eine Ferioe ist und ihr alle Schätze der Natur teuer sind, stimmt sie so manches traurig – kranke und zerstörte Wälder, leidende Tiere, vergiftete Gewässer etc. Bei ihr ist es ähnlich wie bei Aîen: Sie erfährt alle Leiden ihrer Freunde gleich stark, weshalb sie sich Aîen sehr verbunden fühlt.

 

Schlüsselrolle: Sie ist die treibende Kraft der Gemeinschaft. Egal, wie erschöpft ihre Freunde sind, Najuri kennt keine Gnade und lässt sie nicht ruhen, lässt sie nicht stehen bleiben. Sie trägt einen großen Teil dazu bei, dass die Gemeinschaft den langen, beschwerlichen Weg bis nach An-Raneb geht. Ohne Najuri hätten die anderen vor Erschöpfung längst aufgegeben. Doch ihre spritzige Art und ihr unermüdlicher Tatendrang wirkt ansteckend auf ihre Freunde .

 

 

Familienhintergründe: Während des Krieges flüchtete ihre Mutter Nahara nach Attanis, um ihre Tochter in einer sicheren Umgebung auf die Welt zu bringen und groß zu ziehen. Dort leben sie in Frieden und Sicherheit, bis Nahara krank wird und Najuri auf die Suche nach anderen Menschen schickt. Ihre Mutter hofft auf einen Mekado, der sie heilen kann. Doch Najuri verfällt in Nandureen den Panikmenschen und bleibt fast zwei Jahre lang weg. Als sie nach Hause zurückkehrt, ist es bereits zu spät, um Nahara zu retten.

 

Erfahrung, die sie am meisten geprägt hat: Der Tod ihrer Mutter. Das entfacht das Feuer in ihr erst recht und vertreibt sämtliche Angst in ihr.

Der Kampf gegen Tochor in An-Raneb, besonders, dass er ihr den Finger abgehackt hat.

 

Wie sie auf andere Menschen wirkt: Lustig, frech, keck, waghalsig, mutig, nervös, quirlig.

 

Erinnerungen an die Vergangenheit: Die Panikmenschen. Ihre kranke Mutter Nahara und dass Aîen sie nicht gerettet hat. Ihr friedliches Leben in Attanis, wie sehr sie Attanis vermisst.

 

Gedanken an die Zukunft: Sie macht sich Gedanken darüber, ob sie zurück nach Attanis gehen sollte, falls sie den Kampf gegen Tochor überlebt, ob ihre Freunde mit ihr kommen würden, um dort zu leben. Oder ob sie sich einem Ferioe-Volk anschliessen soll und ein Nomadenleben führen.

 

 

Sie steht in enger Beziehung zu: Erio und Aîen

 

Vita: Im Schoss von Attanis ist Najuri geboren und aufgewachsen, wo sie mit ihrer Mutter Nahara ein friedvolles Leben führt. Bis zu dem Tag, an dem ihre Mutter von einer mysteriösen Krankheit befallen wird und sie sie über die Berge des Sato schickt, mit der Aufgabe, in Elexandale einen Mekado zu finden, der sie heilen kann. Den weiten Weg bis nach Nandureen geht Najuri, in der Hoffnung, dort Menschen vorzufinden. Doch alles, was sie vorfindet, sind verlassene Ruinen und die Panikmenschen – die Geister der im g

roßen Krieg gefallenen Menschen. Die Panikmenschen ergreifen Besitz über ihren Verstand und Najuri findet den Weg aus der Labyrinthstadt nicht mehr heraus.

Aros hat Najuri zu einem Mitglied von Kiathiras Gefährtschaft erwählt und so führt Erebus diese nach Nandureen. Najuri rettet Kiathira, Erio, Thaleîn und Seyan vor den Panikmenschen und führt sie Mithilfe des leeren Buches aus der Stadt heraus. Während der Reise nach An-Raneb ersetzt sie die Angst, die sie von den Panikmenschen gelernt hat, durch Mut und Entschlossenheit. Erebus führt die Gemeinschaft nach Attanis, wo sich Najuri endlich an ihre Vergangenheit, an ihre Mutter und an ihre Aufgabe erinnert. Sie findet den Weg zurück zu Nahara, aber da ist es bereits zu spät. Sie liegt im Sterben und selbst Aîen, der ein begabter Heiler ist, vermag nichts gegen Tochors Krankheit zu tun. Von da an ist die Freunschaft zwischen ihr und Aîen auf eine harte Probe gestellt.

Als eine Ferioe ist sie eine unermüdliche Wanderin, kühn und zielstrebig, und oft treibt sie ihre Freunde bis an den Rand der totalen Erschöpfung, beharrlich in ihrem Vorhaben, sich für den Tod ihrer Mutter an Tochor zu rächen.

 

 

Lettey Landars Sohn

 

 

Alter: Über tausend Jahre alt.

 

Abstammung: Einst ein Leondri, dann ein Orkusianer, Herr der Ozeane.

 

Haare: Lange, seidenglatte, glänzende, elfenblonde Haare bis zu den Hüften.

 

Gesichtszüge: Weisse Haut so fein wie Samt, tiefblaue Augen wie die Farbe des

Meeres. Jugendliches Gesicht.

 

Kleidung: Weisser Kaftan aus Seide, über den er einen dunkelbraunen Ledergurt

geschnallt hat.

 

Waffen: Pfeil und Bogen von Thaleîn.

 

Gesten: Er wirft den Kopf zur Seite, um das Haar nach hinten zu bändigen.

 

Angewohnheiten: Er singt/summt gerne leise vor sich.

 

Sprechweise: Gediegen, wie Erio und Thaleîn.

 

Schwächen: Er ist verletzlich und empfindlich. Er macht sich Vorwürfe, weil er das Meer und auch die Süssgewässer im Stich gelassen hat.

Zu Beginn seiner Reise ist er eher eine Last für die Gemeinschaft, weil er sich erst an die Beine gewöhnen muss.

 

Stärken: Lettey ist edelmütig, anmutig und bescheiden. Er zeigt Mitleid führ jede Kreatur und ist ein vertrauenswürdiger Freund. Lettey denkt immer zuerst an das Wohl aller anderen, bevor er an sich denkt. Er ist sehr schnell und präzise mit dem Bogen. Er kann Wasser durch Felsen, Erde und über viele Kilometer hinweg riechen. So rettet er die Gefährten hin und wieder vor dem verdursten.

Lettey ist ein ausgezeichneter Schwimmer und kann für eine sehr lange Zeit unter Wasser bleiben.

Lettey symbolisiert Selbstlosigkeit, Königlichkeit, Anmut und Schönheit.

 

Neigungen: Er liebt es, stundenlang dem Rauschen des Meeres oder dem Gurgeln eines Baches oder dem Tosen eines Wasserfalls zu lauschen. Er liebt den Regen auf seiner Haut und es macht ihm nichts aus, nass zu sein.

 

Träume und Hoffnungen: Er wünscht sich, dass die Meere wieder sauber werden und die Orkusianer so wie die Fische wieder darin leben können und sich vermehren. Er vermisst während der Reise seine Heimat - die Ozeane - sehr, doch ist ihm auch bewusst, dass er im Meer die Süssgewässer vermisst, und dies führt ihn in ein Dilemma. Er träumt davon, dass die Leondris wieder an den Küsten wohnen und Schiffe bauen, um auf See zu fahren. Er hofft, dass Leondris wieder an den Flüssen, Bächen und Seen wohnen, um sie zu behüten und mit ihnen zu singen.

Er ist seines Amtes als Herr der Ozeane müde und träumt von einem einfachen Leben als Orkusianer.

 

Geistige Entwicklung: Lettey ist der einzige, der derselbe bleibt. Er ist eine starke Persönlichkeit, ein König, eine verlässliche Stütze für seine Freunde. Doch er muss irgendwann eine Entscheidung treffen, ob er zurück ins Meer geht oder ob er ein Leondri bleibt und sein Leben auf dem Festland weiterführt.

 

Ängste: Dass Tochor sämtliche Pflanzen- und Tierarten samt Orkusianer ausrottet und das Meereswasser unwiderruflich vergiftet und dass er deshalb nie wieder durch die Ozeane schwimmen kann, nie wieder sein Königreich sehen, dass all seine ihm treu ergebenen Untertanen sterben. Dass er versagt als Leondri und als Herr der Ozeane.

Dass die Zauberer hoffnungslos verschollen sind, dass Tochor bereits zu mächtig ist, als dass er besiegt werden könnte.

 

Das tut er gerne: Zeit an den Seen, Bächen und Flüssen verbringen, wobei er mit dem Wasser spricht und singt und es so heilt oder Botschaften ins Meer schickt.

Er liebt seinen Bogen, das Schwimmen und Tauchen.

 

Das tut er nicht gerne:

 

Das bringt ihn zum lachen: Der Regen und die Gewässer. Die Delphine und Wale, auch die Krebse findet er ganz lustig.

 

Das bringt ihn zum weinen: Die vergifteten Gewässer, Tochors tödliche Flut und all die Tiere und Orkusianer, die darin umkommen. Er vermisst seine Heimat sehr und ist immerzu in Sorge um sie und ihre Bewohner.

 

Schlüsselrolle: Er ist dazu bestimmt, Tochors Platz als Hüter der Gewässer einzunehmen. Er ist und bleibt zwar ein Mensch, doch wird ihm von den Zauberern eine hohe Macht verliehen, um mit dieser großen Aufgabe fertig zu werden. Mit seiner geistigen Kontrolle über das Wasser schafft er im Kampf gegen Tochor gigantische Fluten, welche Tra Atreb und An-Raneb zerstören.

 

Familienhintergründe bzw. Letteys Vergangenheit: (DARAUF WIRD ERST IM ZWEITEN ROMAN „DIE RÜCKKEHR“ DETAILIERT EINGEGANGEN)

 

Lettey ist auf dem Festland als Leondri geboren worden. Seine Eltern lebten getrennt voneinander – Mutter Jolana war eine Leondrie und ihr Vater war ein leidenschaftlicher Schiffsfahrer gewesen. Oft ging sie mit ihm auf Abenteuerreisen. So lernte sie die Liebe zum Meer kennen. Niemals aber hatte sie das Bedürfnis, eine Orkusianerin zu sein. Sie liebte die Süssgewässer und die Schifffsfahrten und neue Inseln zu entdecken. Eines Tages geriet das Schiff von Jolanas Vater in einen schweren Sturm. Sie wurde dabei über Bord gespült und ihre Beine hatten sich unweigerlich in eine Schwanzflosse verwandelt. Es war Landar Amar’s Sohn, der sie gerettet hatte, der ihr gezeigt hatte, wie man als Orkusianer schwamm und er lehrte ihr alles, das sie wissen musste, um als Fisch zu überleben. Für eine Weile lebten sie zusammen in Athea und waren zufrieden. Doch die Tage kamen, da Jolana ihre Familie und die Festlande zu sehr vermisste, als dass sie länger hätte unter Wasser bleiben wollen. So ging Landar mit ihr und verwandelte sich in einen Leondri. Er blieb viele Jahre auf dem Festland, wobei auch er niemals voll und ganz glücklich sein konnte. Auch ihn zog es irgendwann zurück in seine Heimat. Doch Jolana wollte und konnte auch nicht mit ihm gehen, da sie die Verwandlung bereits zwei mal durchgemacht hatte.

Landar verließ Jolana, ohne zu wissen, dass sie schwanger war. Lettey lebte mit seiner Mutter auf dem Land und wurde von ihr aufgezogen. In seinen jüngsten Jahren hatte Jolana bereits bemerkt, dass Lettey etwas besonderes war. Seine Talente reichten weit über die eines Leondris hinaus. Sehr oft streifte er umher, ohne zu wissen, wo er war und wohin er ging, und immer führte sein Weg in an die Küsten. Wenn Lettey wieder einmal verschwunden war, so wusste Jolana immer, wo ihn zu suchen. Oft saß er den ganzen Tag lang da, oder gar tagelang an den Küsten und starrte aufs Meer hinaus. Jolana wurde klar, dass er ganz nach seinem Vater kam und dass sein Sohn sie irgendwann verlassen würde, um im Meer zu leben. Immerzu fragte er seine Mutter nach seinem Vater, aber sie konnte ihn nicht finden.

So kam irgenwann der Tag, an dem die sechs Zauberer zu Jolana und Lettey kamen und ihnen mitteilte, dass Lettey ein Kandidat für den Herrn der Ozeane war.

Aber warum nicht ein Orkusianer, fragte sich Jolana?

Die Zauberer hatten Lettey lange beobachtet und seine Talente mit Wasser schätzen gelernt. Sie waren auf der Suche nach einem Wassermensch, der sowohl die Süssgewässer als auch die Meergewässer verstand. Orkusianer wie auch Leondris kamen in Frage.

So führten die Zauberer Lettey zu Landar und dieser brachte ihm alles über das Orkusianer-Dasein bei.

Im Äon der Unruhe wurde Tochor das erste Mal von Zweifeln über seine Fähigkeiten geplagt. Die Wasserwelt von Elexandale spielte verrückt deswegen. Viele merkwürdige Dinge geschahen – so zum Beispiel, dass Amar samt seiner ganzen Mannschaft ertrank, anstatt, dass die Leondris sich mit der Berührung von Meerwasser in Meermenschen verwandelt hatten.

Nur Jolana. Sie hatte sich in eine Orkusianerin verwandelt, damit Landar sie fand und er mit ihr Lettey zeugte. Denn die Zauberin Sendelia Jechura hatte all dies vorausgesehen und prophezeit, dass dieser Leondri der würdigste Nachfolger für Tochor war.

Tochors Zweifel begannen im Jahre 8001, im ersten Jahr des Äons der Unruhe. Im Jahre 8999 gewann Tochor die Oberhand über Inias und tötete Barames. Wenig später, zur Jahrtausendwende kam Lettey auf die Welt und das neunte Äon, das Äon des Zerfalls begann.

Fünf Tage nach Barames vermeintlichen Tod verkündete Sendelia ihren fünf Freunden die Prophezeihung, dass es für Tochor einen Nachfolger gab.

Lettey wurde in seinem fünfündzwanzigsten Lebensjahr zum König gekrönt und ist seit diesem Tag keinen Tag mehr gealtert.

Lettey ist über tausend Jahre alt.

 

Erfahrung, die ihn am meisten geprägt hat: Die hohe Verantwortung als Herr der Ozeane. Die tödlichen Fluten Tochors, die Wut in ihm weckt.

 

Wie er auf andere Menschen wirkt: Wie ein mystisches Wesen aus einer anderen Welt. Unantastbar, majestätisch, überirdisch schön, ein wahrer König.

 

Wie er andere Menschen behandelt: Er behandelt ein jedes Lebewesen mit Respekt.

 

Erinnerungen an die Vergangenheit: Der Tod seiner Eltern, wie er zum Herrn der Ozeane gekrönt wurde, Tochors Schwarze Flut, der Verrat Tochors an den Leondris und Orkusianern.

 

Gedanken an die Zukunft: Er fragt sich oft, wie die Welt sein könnte, wenn Tochor nicht wäre. Er hätte dann diese Bürde nicht zu tragen. Er malt sich oft ein Leben als einfacher Orkusianer aus.

 

Vita: Lettey, der Herr der Ozeane und König der Orkusianer, der Mensch, der nicht altert, wird von Erebus berufen, sich in einen Leondri zu verwandeln, um Kiathiras Gefährtschaft beizustehen. Darin sieht er die einzige Möglichkeit, sein Königreich vor dem Verderben zu retten, denn Tochors Gräueltaten reichen bis in die Unterwasserwelt.

Zwar war er als Leondri geboren, doch hat er seit Tausend Jahren – seit er von den Zauberern zum König der Meere gekrönt wurde – seine Menschenbeine nicht mehr gebraucht und so fällt ihm das Wandern anfangs sehr schwer. Immerzu wirft er sich vor, sein Königreich im Stich gelassen zu haben. Wegen dem Fluch der Leondris ist es ihm nicht ein zweites Mal möglich, sie in einen Orkusianer zurück zu verwandeln. So hat er sein Amt, dem Willen Erebus gebeugt, abgelegt.

Doch zurück auf dem Festland stellt er fest, wie sehr er die Süssgewässer vermisst hat und so fügt er sich allmählich seinem Schicksal.

 

 

Aien Andar

 

 

Alter: 28 Jahre alt

 

Abstammung: Mekado

 

Haare: Lange, zersaute Haare, die von dunkelblonden und hellbraunen

Strähnen durchzogen sind.

 

Gesichtszüge: Ein Buckel formt seinen Rücken. Spitz wie Messer sind seine

Rippen unter der Haut. Ein Narbengewebe entstellt seine linke Gesichts-

hälfte. Augen und Mundwinkel werden von den Narben nach unten gezogen,

so dass er immerzu traurigaussieht. Die Haut wirkt schwammig.

Rechtes Auge grün, linkes Auge blau.

 

Statur: Ein Buckel formt seinen Rücken und lässt ihn kleiner erscheinen als er ist. Ca. 1,75m gross.

 

Kleider: Zerfetzte Lumpen

 

Waffen: Das Schwert Sareina aus Anarien von Najuri als Geschenk

 

Gesten: Seine Mimik ist eher beschränkt bzw. ausdruckslos wegen dem Narbengewebe

 

Angewohnheiten:

 

Typisch: Der Gedanke, sich an erster Stelle zu setzen, sich erst um sein Wohlergehen zu kümmern, ist ihm völlig fremd (typisch für Mekados). Diese Selbstlosigkeit wirkt sich oft beinahe Selbstzerstörerisch aus.

 

Sprechweise: Seine Entstellung macht ihm das Sprechen schwer. Viele Worte sind verzerrt, schwer verständlich, manche verschluckt er. Sein Wortschatz ist beschränkt, weil er nie richtig sprechen gelernt hat, für viele Dinge kennt er die Bezeichnung bzw. den Namen nicht.

 

Schwächen: Er besitzt überhaupt kein Selbstvertrauen, traut sich nichts zu, ist schüchtern und die große Welt macht ihm Angst. Er kennt nichts, weiß nichts, ist wie ein kleines Kind.

Das Leid jedes anderen betrachtet er auch als sein Leid.

 

Stärken: Er ist sehr einfühlsam und spürt alles, was seine Freunde fühlen und denken. Aîen versucht immer zu helfen, ist ein guter Zuhörer und er ist sehr lernfähig.

Er kann Gedanken lesen und viele Krankheiten durch Hände auflegen oder Kräutermedizin heilen. Er befreit seine Freunde von Trauer und Leid und nimmt diese auf sich, wobei er sich selbst schadet. Er kann sehr viel mehr Schmerzen ertragen als seine Freunde.

Er sieht in allem das Gute, ist überwältig von der Schönheit der Welt, auch wenn sie größtenteils zerstört ist, denn er hat nur das Lager gekannt. Daher begegnet er sämtlichen Dingen mit Begeisterung und Bewunderung. Er liebt das Kleine wie das Große. Aîen ist niemals nachtragend. Er liebt die Menschen so wie sie sind.

 

Neigungen: Er kann stundenlang mit einer Pflanze oder einer Blume reden. Die Welt der Flora ist seine Heimat.

Er ist ein Mensch, der lieber zuhört als spricht.

Aîen symbolisiert Selbstlosigkeit, Fürsorge, Güte, tiefes Verständnis und Opferbereitschaft.

 

Träume und Hoffnungen: Alles, was er sich wünscht, ist, Elexandale von allem Leid zu befreien.

 

Geistige Entwicklung: Er lernt sehr schnell, wie man in Elexandale überlebt; was es bedeutet, ein freier Mensch zu sein. Seine Sprache verbessert sich, er lernt kämpfen und er wird dadurch selbstbewusster. Er wird ein Meister im Gedankenlesen und Heilen. Er begreift, was Freundschaft ist. Und er lernt, die Requeben zu hassen und zu bekämpfen, anstatt sie zu fürchten

Mit der Zeit sind seine Gedanken und Gefühle so stark entwickelt, dass er Tochors Emotionen fühlen kann. Das jedoch schwächt ihn.

 

Ängste: Um sich sorgt er sich nie, nur um seine Freunde. Für ihn gibt es keine größere Angst, als dass seinen Freunden etwas zustossen könnte. Er hat auch sehr große Angst vor den Requeben und von einer erneuten Gefangenschaft – genau wie Kiathira – doch er stellt sich dieser Angst und lernt zu kämpfen.

Er hat sehr große Angst davor, dass Tochor die geistige Kontrolle über ihn erlangt, weil er wegen seiner Fähigkeit mit ihm verbunden ist. Heimlich kämpft er mit der Angst, dass er seinen Freunden – unbewusst im Auftrag von Tochor - etwas zuleide tun könnte.

 

Das tut er gerne: Kräuter sammeln, an Blumen riechen, den Bienen beim Bestäuben zu schauen, vor sich hin summen, im Herstellen von Heilmitteln experimentieren, Tee kochen, seinen Freunden zu hören. Die Schmerzen seiner Freunde auf sich nehmen.

 

Das tut er nicht gerne: Kämpfen. Jede Art von Gewalt ist ihm zuwider. Er teilt die Freude am Kämpfen mit seinen Freunden nicht. Er tut dies nur, um zu überleben.

Es ist ihm zuwider, seine Freunde leiden zu sehen. Lieber leidet er selber, als das sie leiden.

 

Das bringt ihn zum lachen: All seine Freunde. Kein anderer der Gemeinschaft kennt jedes einzelne Mitglied so gut wie Aîen. Er sieht all ihre Stärken und Schwächen und liebt sie genau so wie sie sind.

 

Das bringt ihn zum weinen: Wenn er andere Leiden sieht und spürt, wobei ihm sein eigenes Leid nicht viel ausmacht. All die Krankheiten, die Tochor über Land, Mensch und Tier bringt. Naharas Tod und Najuris Trauer. Kiathiras Eifersucht auf Najuri und ihre unerwiderte Liebe. Letteys Angst vor dem Versagen als Herr der Ozeane. Seyans zerstörte Kindheit. Thaleîns Leiden der Bäume wegen und Erios Angst um Aros, die unentwegt an dessen Gemüt nagt.

 

Schlüsselrolle: Aîen ist jener, der Streit und Unstimmigkeiten schlichtet und stets bemüht ist, das Zusammenhalten der Gemeinschaft zu wahren. Er rettet sie in An-Raneb vor dem Hungertod und er befreit Nahara von ihren Leiden.

Zudem weiß er mit der Zeit, was Tochor vor hat, was er denkt und fühlt, wodurch sich die Gemeinschaft geistig auf den Kampf, auf den Gegner vorbereiten kann.

 

Familienhintergründe: Seine Eltern hat er nie kennen gelernt, weil sie starben, als er noch sehr klein war. Daher wurde ihm auch nie ein Name gegeben.

 

Erfahrung, die ihn am meisten geprägt hat: Dass Menschen sich für ihn aufopfern. Da er ein Leben lang von den Menschen und Requeben nur verachtet und verspottet wurde, ist es für ihn eine völlig neue Erfahrung, gerettet, umsorgt und geliebt zu werden. Jeder Tag ist für ihn eine neue Erfahrung, jeder Tag bringt ihm eine neue Einsicht in die Welt, wie sie sein sollte. Die ganze Reise prägt ihn, denn er erfährt, was Freundschaft ist.

 

Wie er auf andere Menschen wirkt (DIES BEZIEHT SICH MEHR AUF DEN ROMAN „DIE RÜCKKEHR“, DIE FORTSETZUNG VOM LEEREN BUCH): Da Aien nun sozusagen eine Berühmtheit ist, fürchten sich die Menschen nicht mehr so sehr vor seinem Aussehen. Es ist bekannt, dass seine linke Gesichtshälfte vernarbt ist. Dennoch, obwohl sie dies wissen und denken, sie sind auf seinen Anblick vorbereitet, schrecken sie doch im ersten Moment zurück. Doch ist es vorallem wegen der Grausamkeit der Requeben und Tochors, die sie erschreckt. Auf Menschen, die ihn nicht kennen, wirkt er immer noch seltsam, weil er ihnen ein Gefühl der Nacktheit vermittelt, als könnte er bis auf die tiefsten Tiefen ihrer Seelen blicken. Doch dieser Eindruck verändert sich mit der Zeit in tiefe Zuneigung. Den Menschen, die ihn kennen, vermittelt er das Gefühl, dass alles gut werden würde, dass nichts so schlimm ist wie es scheint, dass alle gerettet werden würde, dass das Böse nur eine Illusion ist. Sie schätzen seine Heilkünste.

 

Wie er andere Menschen behandelt: Aîen sieht in allen Menschen nur das Gute, begegnet allen mit Liebe und Respekt, will allen helfen, will zuhören, will Rat geben. Wenn er von den Menschen schlecht behandelt wird, so protestiert er nicht, sondern liest in ihren Gedanken und Herzen, um ihre Ansicht der Dinge zu verstehen.

 

 

Er steht in enger Beziehung zu: Kiathira und Erio, sie sind seine Erretter aus der Sklaverei.

 

Vita: Aîen wurde in einem Sklavenlager geboren, wo er bis zu seinem 28. Lebensjahr lebte und arbeitete. Als Kind hatte ihm ein Requeb die linke Gesichtshälfte verbrannt und noch heute machen ihm die Narben das Sprechen schwer. Bis zu dem Tag, an dem Erio und Kiathira ihn aus dem Lager befreiten, hat er nichts als Folter und Demütigung gekannt. Die Freundschaft mit seinen sechs Gefährten zeigt ihm, was es heisst, geliebt zu werden und frei zu sein und dadurch hat er seine Gabe entdeckt – die Gabe, Gedanken zu lesen und Krankheiten zu heilen. Und wer Aîen gegenübersteht und ihm in die Augen schaut, sieht die Welt aus einer anderen Perspektive. Aus einer Perspektive der Hoffnung und Zuversicht. Er vermittelt den Menschen stets das Gefühl, dass am Ende alles gut werden würde.

Doch die Reise nach An-Raneb stellt Aîen auf zwei harte Prüfungen: Wird Najui ihm jemals verzeihen, dass er ihrer Mutter Nahara nicht das Leben retten konnte? Und wird er sich dem Einfluss Tochors auf seinen sensiblen Mekado-Verstand, der immer stärker wird, je näher er Tra Atreb kommt, wiedersetzen können?

 

Tochor - Herr der Finsternis

 

 

Alter: So alt wie die Zeit selbst.

 

Abstammung: Einer der sieben Zauberer, Hüter des Wassers, der Leondris und der Orkusianer. Das Leben ist sein ursprüngliches Element.

 

Aussehen: Ein Gigant, in einer fremdartigen Rüstung. Lange Kampfstiefel aus schuppigem Stahl schützen seine Beine bis zum Knie. Pyramiden, aus Eisen gefertigt, ragen wie Zähne aus den Stiefelkappen. Das Bruststück ist ein leichter Kettenpanzer, der pelzartig wirkt, darüber trägt er einen Harnisch aus eisernen Federn. Rost verfärbt das schwarze Metall an manchen Stellen. Stählerne Handschuhe, die an den Fingern in hauchdünne Spitzen auslaufen und aussehen wie die Klauen eines Drachen, reichen bis zu den Ellbogen. Diese Rüstung ist eine geniale Konstruktion. Allein ihr Anblick weckt den Wunsch, kampflos aufzugeben.

Und dieses Gesicht! Es ist hässlicher, als alles was sich die Gefährten jemals vorgestellt haben. Jeder Albtraum, der sie bisher geplagt hat, war dagegen paradiesisch gewesen. Die Augen besitzen weder Pupille noch Iris. Sie sind so schwarz, dass man befürchten muß, in dieses bodenlose Loch zu fallen. Ein rotes Schimmern dringt aus ihren Tiefen und blinkt rhythmisch. Tiefe Furchen und Narben durchziehen das Gesicht. Lange, schiefe und faulige Zähne füllen Tochors wolfsartiges Maul. Gelber, dickflüssiger Speichel, der aussieht wie Eiter, fließt an den Zähnen herab. Grauschwarzes, verfilztes Haar fällt ihm auf die Schultern. Auf dem Kopf trägt er eine gezackte Krone, die aussieht, als wäre sie aus Kohle gemacht. Ein dünner Pelz wächst auf Tochors ebenso schwarzer Haut.

 

Sprechweise: Raue, tiefe, kratzige, dröhnende Stimme, karge Wortwahl, herabschätzend.

 

Schwächen: Sein alles vernichtender Hass, Arroganz, Stolz, Eingebildetheit, Falschheit, Tücke, Lügen erzählen.

 

Stärken: Seine körperliche und geistige Stärke. Er ist mächtig und unberechenbar, schlau und listig.

 

Neigungen: Er liebt nur sich selbst, und der Welt Leid und Schmerzen zuzufügen ist seine liebste Beschäftigung.

 

Träume und Hoffnungen: Er begehrt Erebus, weil Barames’ und Aros’ Geist in dem Buch wohnen. Die anderen fünf Zauberer sind bereits seine Gefangenen. Nur, wenn er auch die letzten zwei in die Finger kriegt, kann er der alleinige und endgültige Herrscher über Elexandale werden. Ausserdem braucht er Barames dazu, um zu erfahren, wie man mit dem Element des Bösen umgeht. Denn er hat bald gemerkt, dass er nicht die völlige Kontrolle über diese Macht hat, weil er es nur geklaut hat, weil es nicht ihm gehört und weil Barames nicht sein Gefangener ist.

Die beiden Zepter begehrt er, weil er mit ihnen nicht nur der Herrscher über Elexandale, sondern auch der Herrscher über viele andere Welten sein kann.

 

Geistige Entwicklung: Mit jedem Tag wird Tochor grausamer, seine Bosheit und sein Hass wächst ins Unermessliche, weil er die Gefährten und das Buch einfach nicht in die Finger bekommt und weil Aros für ihn weiterhin unzulänglich bleibt.

 

Ängste: Dass Kiathiras Gemeinschaft Erfolg haben wird. Dass Barames es eines Tages bewerkstelligen könnte, ins irdische Leben zurückzukehren und sich an ihm zu rächen und den Besitz über das Element des Bösen zurückzufordern.

 

Das tut er gerne: In der Dunkelheit sitzen und sich für seine Genialität loben, neue Pläne schmieden, um seine Ziele zu erreichen, mit Leben herum experimentieren.

 

Das tut er nicht gerne: Sich selbst eingestehen, dass einer seiner genialen Pläne, die Gefährten aufzuhalten, gescheitert ist.

Er hasst Licht, den Tag, die Sonne, das Mondlicht, das Funkeln der Sterne, die Natur, die Tiere, die Menschen, die Requeben, Ormog und Ingot, und die Zauberer.

 

Das bringt ihn zum lachen: Das Leiden von Menschen und Tiere, das Absterben der Natur. Der Gedanke daran, dass er der mächtigste Zauberer ist und dass er bereits fünf von ihnen überlisten konnte. Die Überzeugung, dass die Gefährten mit dem Buch auf dem Weg zu ihm sind. Das Wissen, dass er bald der allmächtige Herrscher über Elexandale ist.

 

Schlüsselrolle: Nur wegen ihm sind die Völker ausgestorben, die Menschen versklavt, die Zauberer verschwunden, Aros ein Gefangener, Elexandale vergiftet. Nur wegen ihm bricht Kiathira auf, nur wegen ihm nehmen die sieben Gefährten diese Bürde auf sich. Ohne Tochor kein leeres Buch, keine Geschichte. Schlussendlich dreht sich alles nur um Tochor. Tochor entfacht den Hass und das Durchhaltevermögen in den Gefährten und schmiedet unbeabsichtigt ihre Freundschaft.

 

Geschichtlicher Hintergrund: Tochor beginnt, sich zu verändern. Er beginnt, die Menschen heimlich zu hassen, weil sie danach strebten, wie die Zauberer zu sein und weil sie so viele schöne Dinge erschaffen. Der Wunsch entflammt in ihm, alleiniger Herrscher über Elexandale zu werden und die Menschen zu unterjochen. Er ist überzeugt, dass er von allen Zauberern der mächtigste ist und daher ist er nicht länger gewillt, seine Macht mit ihnen zu teilen.

All diese negativen Gedanken kommen daher, dass er mit seinen Elementen – das Leben und das Wasser - überfordert ist. Dies gesteht er sich selbst aber nicht ein. So kommt es, dass Tochor alle Elemente begehrt.

 

Vita: Wie genau es dazu kam, dass sich der einst geniale, gutherzige Zauberer in ein Scheusal verwandelte, kann hier nicht detailiert erzählt werden, weil dies erst in der Fortsetzung „Die Rückkehr“ geschieht.

 

 

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