AUTORENVITA

Geboren in der schönen schweizer Stadt Biel am 16. Juni 1983,  wuchs ich in Pieterlen auf.

Meine Kindheit verbrachte ich damit, viel zu hoch auf Bäume hinaufzuklettern (nur gut, haben mir meine Eltern nie dabei zugesehen, die hätten sonst eine Krise gekriegt), mit dem Hosenboden schlammverdreckte Hügeln herunterzurutschen und zu Michael Jacksons Musik vor dem Spiegel zu tanzen, während ich in eine Haarbürste sang. Aber am meisten und allerliebsten verbrachte ich meine Freizeit mit Pferden.

Im Jahre 2000 begann ich eine vierjährige Lehre als Galvanikerin in Grenchen. Was ist denn das?, fragst du dich jetzt wahrscheinlich. Lass es mich kurz fassen: Das ist Metallveredelung. Also Metall vergolden, versilbern, vernickeln, verkupfen. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kannst du es ja mal googeln, aber es wäre mir lieber, wenn du noch ein bisschen länger auf meiner Webseite bleibst.

Als ich meine Lehre 2004 bestanden habe, ging ich für zwei Monate nach Kanada.

Falls du mir das nicht glaubst, hier ein Bild von mir auf einem Kanu in Kanada.

"Aber man sieht dich ja nur von hinten, das könnte ja sonst wer sein!", sagst du jetzt vielleicht.

Na gut, dann halt noch ein Bild:

So, jetzt erst einmal genug von Kanada, denn leider konnte ich da nicht ewig bleiben und musste irgendwann wieder in die Galvanik zurück.

Weitere zwei Jahre arbeitete ich auf dem Beruf und sparte eifrig, denn mein nächstes Ziel war Neuseeland. Als grosser Herr der Ringe Fan habe ich vor der Flimmerkiste immerzu geseufzt und davon geträumt, dieses wunderschöne Land zu bereisen.

So ging ich im Winter 2006/Frühjahr 2007 für vier Monate. Und wenn du mir auch das nicht glaubst, dann schau dir das nächste Foto an.

 

Hier stehe ich vor dem Mount Sunday auf der Südinsel von Neuseeland. Auf diesem Hügel hat man das Dorf Edoras in Rohan gebaut.

Da ist es mega schön, keine Menschenseele, nur Berge, Büsche und Steine so weit das Auge reicht. Da musst du unbedingt einmal hingehen, ich kann's wärmstens empfehlen. Falls du eine genaue Wegbeschreibung brauchst, kannst du mir eine Email schreiben: janinetollot@gmail.com

Aber wo hin von da? Auch in Neuseeland konnte ich nicht ewig bleiben, denn die Pflichten in der Schweiz riefen mich wieder zurück nach Hause.

Aber da ist es ja auch schön und ich entschied mich, in den Jura zu ziehen, denn der Jura war mein kleines Kanada. Also packte ich Pferd und Kegel um im französichen Teil der Schweiz zu wohnen, obwohl mein Französisch grottenschlecht war.

Mein Pferd Quenelle fand das super und ich auch.

"Das ist ja alles schön und gut, Janine", sagst du jetzt vielleicht. 'Aber wann hast du denn mit dem Schreiben angefangen und wie bist du dazu gekommen? Wo findest du deine Ideen und was hält dich bei der Stange?"

 

Es war der Roman 'Das Silmarillion' von J.R.R. Tolkien, der in mir den Wunsch geweckt hat, eine eigene Welt zu erschaffen. Und seit dem Morgen irgendwann im Winter 2004, als ich mich aus dem Bett zwang und ich plötzlich eine Blitzidee hatte, ist dieses Buch meine Bibel.

 

"Eines morgens hattest du eine Blitzidee für einen ganzen Roman? Ach komm schon! Das klingt so klischeehaft!"

 

Ja, das tut es, ist aber die Wahrheit. Und das heisst noch lange nicht, dass ich von da an den Roman so ganz locker aus den Ärmeln geschüttelt habe. Zwei Jahre hat das Niederschreiben gedauert, wobei ich oft um vier Uhr morgens aufgestanden bin, um vor der Arbeit noch schnell ein oder zwei Stunden zu schreiben. Dabei möchte ich dir gerne erzählen, wie das Buch entschanden ist.

 

 

Am Anfang war ein Notizzettel mit ein paar Ideen, dem Grundriss der Figur Kiathira und einer möglichen Handlung.

Ich habe nie den ganzen Verlauf – also Anfang, Mittelteil und Schluss – der Geschichte niedergeschrieben. Ich bin immer nur von einem Kapitel ins nächste gestolpert. Ich habe mich jeweils nur mit einem Mind Map auf das nächste Kapitel vorbereitet. Wenn ich zum Beispiel Kapitel zehn schrieb, hatte ich keine Ahnung, was im elften Kapitel geschehen wird. So habe ich mich bis zum allerletzten Kapitel durchgemogelt und bis zum Schluss wusste ich nicht, wie dieser ausgehen soll. So wurde der Roman 1200 Seiten lang und ich frage mich noch heute, wie ich das Monsterwerk auf diese Weise fertig gebracht habe.

Mittels der Mind Maps sind die Kapiteln nach und nach entstanden. Dabei blieb immer Raum für spontane Entscheidungen und Umwege. Ich schrieb ohne Plan aus dem Bauch heraus, habe mich von den Charakteren leiten lassen und schliesslich erfahren, dass es in dem scheinbar wirren Prozess des Schreibens sehr wohl einen roten Faden gibt. Nach dem letzten Wort fühlte es sich an, als ob das Buch seit Jahren in meinem Unterbewusstsein existiert hat und nur darauf gewartet hat, niedergeschrieben zu werden.

Doch nach mindestens zehntausen Stunden des Schreibens und Revidierens kam erst die richtige Herausforderung: einen Verlag für das Monstrum finden. Der Stapel aus Absagen wuchs schnell und bald musste ich mir eingestehen, dass ich als namenlose Autorin ohne vorhergegangenen Veröffentlichungen mit solch einem umfangreichen Werk keine Chance hatte. Die Chance, eines Tages eine Reise ins Weltall zu unternehmen, erschien mir grösser.

Und da wir gerade vom Weltall sprechen – so entschied ich, einen zweiten, viel kürzeren Roman zu schreiben: Jennys Universum.

Auch für diesen Roman hatte ich keine großen Pläne und umfangreiche Skizzen entworfen. Jedoch verlangte das Theman eine umfangreiche Recherche. Mehr möchte ich über diesen Roman nicht verraten.

 

 

Im Allgemeinen spreche ich nicht gerne über dieses Buch, denn jedes Mal, wenn mich jemand fragt, worum es denn geht, müsste ich etwas über den Schluss verraten. Auch kann ich das Genre dieses Romans nicht einordnen. Jennys Universum ist ein Liebesroman, ein Thriller, ein Gruselroman, ein Krimi, ein Drama – es hat für fast jeden Geschmack etwas dabei. Es ist ein mitreissender, leicht zu lesender Roman, der mir noch heute tief unter die Haut geht.

So, dann galt es, für dieses Manuskript einen Verlag zu finden, um danach hoffentlich auch das leere Buch unterbringen zu können. Doch auch  von diesem Roman wollten die Herren und Frauen Verlage nichts wissen. Also kam mir die Idee, einen Agenten zu suchen. Auch da kein Erfolg. Doch dadurch fand ich Sabine Dreyer im Internet, meine liebe Lektorin. Sie hat alle meine Werke gelesen, überarbeitet und mich in jeder Weise unterstützt.

Sie hat mir geholfen, Jennys Universum bei BoD zu veröffentlichen und das leere Buch bei einem kleinen Verlag unterzubringen.

Aber nun wird diese Vita viel zu lang und deshalb versuche ich mich zum Schluss kürzer zu fassen: Heute, nach vielen Jahren des Mühens und der Frustration mit Verlagen, habe ich mich dazu entschieden, meine Romane selbst zu veröffentlichen.

Ach ja, und bevor ich es vergesse: Im Jahre 2009 bin ich nach Kanada ausgewandert und hier habe ich eine süsse kleine Tochter namens Brielle und ich fahre einen großen Truck.

 

Nein, nicht so einen Truck . . .

. . . solch einen Truck!

 

 

Hier habe ich im Jahr 2014 meinen vierten Roman ‚Die Legenden von Oasis’ geschrieben. Und wie die Fortsetzung des leeren Buches ‚Die Rückkehr’ entstanden ist, das ist eine andere Geschichte für einen anderen Tag.

 

ENDE

 

P.S. Oder ich verrate dir vielleicht mehr darüber unter VORSCHAU

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